Anzeige

Albumbesprechung Machine Head - Burn My Eyes

Interpret: Machine Head

Titel: Burn My Eyes

Erscheinungsjahr: 1994

Genre: Heavy-Metal, Thrash-Metal

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Burn My Eyes ist das Debütalbum der Band Machine Head. Es erschien im Jahr 1994 und wird als wichtiges Album des Neo-Thrash bezeichnet. Das Debütalbum bedeutete gleichzeitig den Durchbruch für Machine Head, für die Plattenfirma Roadrunner war es lange Zeit das bestverkaufte Debütalbum der Plattenfirma.

Von der Kritik wurde das Album gut aufgenommen, besonders von der Fachpresse aus dem Heavybereich wird das Album zu den wichtigen Alben des Heavy Metal gezählt und als Meilenstein des Thrash-Metal bezeichnet. Obwohl die Band aus dem Zentrum des Thrash-Metal, der Bay Area, stammt, konnte sie sich vor allem in Europa aus dem Stegreif an die Spitze im Heavy-Sektor spielen.

Die Songs

  • "Davidian" besitzt gleich einmal alles, was es für den Thrash braucht: fettes Introriff, welches in einen donnernden Thrash übergeht. Dazu gibt es Doublebassgewitter, tiefgelegte Gitarren, ein abgedrehtes Gitarrensolo und gepflegten Brüllgesang.
  • "Old" ist etwas anders aufgebaut, anfangs gibt es schöne Drumspielereien, fette Basslinien und wirre Gitarrensplitter mit Sprechgesang. Das geht hier in einen moderateren Thrash mit gutem Refrain über.
  • "A Thousand Lies" wird mit sphärischen Gitarrenvoicings eröffnet, der Song legt wieder vehement zu. Die Band legt insgesamt zu, der Song ist abwechslungsreich aufgebaut mit einigen Anleihen an den klassischen Metal.
  • "None But My Own" legt im Sinn von A Thousand Lies weiter zu. Wieder ein angenehm abwechslungsreicher Song mit guten Ideen.
  • "The Rage to Overcome" geht mit einem schönen Maschinengewehrgroove in klassischer dunkler Thrashmanier direkter zur Sache.
  • "Death Church" ist ein längerer Song mit etwas moderaterem Groove und erneut überzeugender Thrashkost.
  • "A Nation on Fire" bietet einen Wechsel aus sphärischen Parts mit schönen Voicings und andererseits angenehm harten Parts. Das ganze könnte man als eine Art Thrashballade bezeichnen.
  • "Blood for Blood" haut mächtig rein, das ist klassischer Thrash mit Verbeugungen vor Slayer.
  • "Im Your God Now" beschreibt ein Nahtoderlebnis von Robert Flynn, der Song ist dementsprechend melancholisch und balladesk gestaltet.
  • "Real Eyes, Realize, Real Lies" wird von Nachrichteneinspielungen und Realsounds dominiert. Es geht um Lügengebilde und den uns vorgelebten Rassismus. Das klingt wie ein kleiner Soundtrack.
  • Mit dem abschließenden "Block" legt die Band noch einmal alles in die Thrash-Waage. Der Song groovt abwechslungsreich und hart, die Band lässt das Thrasherherz noch einmal erbeben.

Fazit Burn My Eyes wird als Meilenstein des Thrash- bzw. allgemein des Heavy Metal bezeichnet. Das kann man so stehen lassen, vor allem vor dem Hintergrund, dass es sich um das Debütalbum der Band handelt. Natürlich werden Klischees bedient, es gibt einige offenkundige Verbeugungen vor Slayer. Ebenso haben Machine Head später bewiesen, dass sie noch mehr können. Dennoch warfen sie ein blitzsauberes Debüt auf den Markt, mit dem jeder Thrashfan mehr als gut leben konnte. Es war in der damaligen Phase eines der stärksten und authentischsten Thrash-Alben. Wer sich für (Thrash-)Metal interessiert, sollte Burn My Eyes einmal gehört haben.

 

Trackliste

  1. Davidian 4:55
  2. Old 4:05
  3. A Thousand Lies 6:13
  4. None But My Own 6:14
  5. The Rage to Overcome 4:46
  6. Death Church 6:32
  7. A Nation on Fire 5:33
  8. Blood for Blood 3:40
  9. I'm Your God Now 5:50
  10. Real Eyes, Realize, Real Lies 2:45
  11. Block 4:59

Rezensent: MP