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CD-Kritik Duncan Mackay - Chimera

Interpret: Duncan Mackay

Titel: Chimera

Erscheinungsjahr: 1974

Genre: klassischer Prog

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Chimera ist der Titel des Debütalbums von Duncan Mackay. Veröffentlicht wurde das Album im Jahr 1974, kommerziell war das Album meines Wissens kein Erfolg. Mackay lebte damals noch in Südafrika, dort wurde das Album auch aufgenommen und mutmaßlich erschien es damals nur in Südafrika.

1974 wurde das Album daher von Kritikern nicht wahrgenommen, spätere Kritiken zum Album fielen aber sehr gut aus. Zudem konnte sich Mackay einen guten Ruf erspielen, später sah man ihn z. B. bei Steve Harley und Cockney Rebel, 10CC und Alan Parsons.

Eingespielt wurde das Album von Duncan Mackay (Gesang, Keyboards), Gordon Mackay (Violine, Piano) und Mike Gray (Drums). Stilistisch bewegte sich Mackay im Bereich Prog und Electronica. Der Aufbau des Albums war typisch für Genre und Zeit, Seite 1 der LP bestand aus zwei längeren Tracks, Seite 2 nur aus einem Song.

Musikalisch befinden wir uns, wie erwähnt, im Bereich klassischer Prog. Mit Morpheus müsste der klassische Progfan mit ELP Vorliebe schon auf seine Kosten kommen. Das ist ein gut gelungener Ritt auf der Prog-Klinge.

12 Tone Nostalgia klingt, im direkten Vergleich zu Morpheus, eingängiger. Trotzdem ein gutes Stück Prog und ein gelungener Mix aus klassischen Bachzitaten und Keyboardlastigem instrumentalen Prog.

Song For Witches ist der längste Track des Albums, damals eine LP-Seite lang. Im Grund gilt ähnliches, wie für die anderen beiden Songs. Aber der Song ist aufgrund seiner Länge einfach noch etwas bemerkenswerter. Trotz der Länge wirkt Song For Witches auf mich weniger patchworkartig, irgendwie hat man einen gut vernehmbaren roten Faden und Mackay langweilt zu keinem Zeitpunkt.

Fazit Mackay legte mit Chimera eines der vielen vorzüglichen frühen Progalben vor, welche in der Masse etwas untergingen. An der Qualität lag es auch hier nicht, eher daran, dass das Album wohl nur in Südafrika veröffentlicht wurde und daher auf den großen Märkten einfach nicht wahrgenommen wurde. Schade, denn Mackay lieferte alles, was der klassische Progfan liebt. Keyboardlastige progressive Musik, etwas klassisch mit einigen Annäherungen an jazziges Material. Da fällt fast zwangsläufig der allgegenwärtige Vergleich zu Keith Emerson bzw. ELP. Das ist durchaus berechtigt, aber Mackay zeigt sich eigenständig genug und ist daher eine echte Bereicherung für jede Sammlung. Sehr empfehlenswert.

Trackliste

  1. Morpheus 11:15
  2. 12 Tone Nostalgia 8:09
  3. Song For Witches 19:35

Rezensent: MP

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