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Albumbesprechung Makaveli (Tupac Shakur) - The Don Killuminati: The 7 Day Theory

Interpret: Makaveli (Tupac Shakur)

Titel: The Don Killuminati: The 7 Day Theory

Erscheinungsjahr: 1996

Genre: Hip Hop

 

Rezension/Review

The Don Killuminati: The 7 Day Theory ist der Titel eines Albums von Makaveli aka Tupac Shakur. Tupac erlebte den Release im Jahr 1996 nicht mehr. Er wurde knapp zwei Monate vor Veröffentlichung des Albums ermordet.

Harter Tabak, wenn auch nicht ganz ungewöhnlich in der HipHop/Rap-Szene. Trotzdem muss man dieses Album auch unter dem Gesichtspunkt betrachten. Möglicherweise war es nämlich dieser Tatsache geschuldet, dass sich die 7 Day Theory von Tupac so gut verkaufte und zu einem Meilensteinen der modernen Popmusik mutierte. Gut möglich, zumal das gesamte Material nach Aussagen von Mitstreitern Tupacs eigentlich erst sehr viel später hätte veröffentlicht werden sollen. Das Produzententeam nutzte allerdings die Gunst der Stunde und ließ das Material nach Tupacs Tod relativ schnell fertigstellen. Interessanterweise könnte gerade diese Tatsache den Sound derart beeinflusst haben, dass alles etwas mehr nach Underground klang. Aber wer kann das schon sagen.

Interessant auch die Wahl des Pseudonyms Makaveli. Eigentlich keine besondere Sache, denn Tupac hatte sich dieses Alter-Ego schon zu Lebzeiten ausgedacht. Nach seinem Ableben und dem Release entsponnen sich daraus natürlich einige Verschwörungstheorien. Das Alter-Ego bezog sich immerhin auf den legendären Machiavelli, der einst angeblich seinen Tod vorgetäuscht hatte um politische Gegner in die Irre zu führen. Auch das ist zwar nicht eindeutig belegt, aber viele Leute glaubten an die Verbindung und demnach starb Tupac nach Meinung seiner Fans nie. Wer weiß…

Das ganze Drumherum außer Acht lassend liegt hier ein Album vor, welches auch so sehr gut bestehen kann. Tupac beherrschte die Klaviatur des Genres m. E. perfekt. Er textete und reimte gut, nutzte das Sampling perfekt und er hatte den Groove. Das alleine reicht in dem Genre eigentlich schon aus. Außerdem muss man sagen, dass auf diesem Album musikalisch einiges passiert und man daher auch von einer gelungen Mixtur aus gesprochenem Wort und Musik sprechen kann.

Fazit In diesem Sinn stellt die 7 Day Theory für mich eines der herausragenden Alben aus dem Bereich Hip Hop und Rap dar. Wie gesagt: ob dieses Album so hoch bewertert worden wäre, wenn Tupac nicht vor Release umgebracht worden wäre? Wer weiß das schon. Was bleibt ist ein Meilenstein der Popmusik, ein Album, welches sich in den meisten Listings weit oben findet und zu den wichtigsten Rap und Hip-Hop Alben überhaupt gezählt werden muss.

Trackliste

  1. Bomb First (My Second Reply) (featuring E.D.I. & Young Noble) 4:57
  2. Hail Mary (featuring The Outlawz & Prince Ital Joe) 5:09
  3. Toss It Up (featuring Danny Boy, Aaron Hall, K-Ci & JoJo) 5:06
  4. To Live & Die in L.A. (featuring Val Young) 4:33
  5. Blasphemy 4:38
  6. Life of an Outlaw (featuring The Outlawz) 4:54
  7. Just Like Daddy (featuring The Outlawz) 5:08
  8. Krazy (featuring Bad Azz) 5:15
  9. White Man'z World (featuring Big D) 5:38
  10. Me and My Girlfriend 5:08
  11. Hold Ya Head (featuring Tyrone Wrice) 3:58
  12. Against All Odds 4:38

Rezensent: MP