Anzeige

Albumbesprechung John Mayer - Continuum

Interpret: John Mayer

Titel: Continuum

Erscheinungsjahr: 2006

Genre: Soul, Pop-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Continuum ist das dritte Studioalbum von John Mayer. Das Album erschien im Jahr 2006 und wurde von vielen Publikationen zu einem der besten Alben des Jahres 2006 gekürt. Kritiker vergaben gerne Höchstnoten für das Album. Auch kommerziell lief es für Mayer sehr gut. Das Album eroberte sofort Rang 2 der US Charts und in den USA hat sich das Album weit über 2 Mio. mal verkauft, weltweit über 3 Mio. mal.

Mayer verließ angestammte Pop-Rock Gefilde und betrat den Bereich Soul und Blues. Einerseits wurde die warme Produktion und die Stimme Mayers gelobt, ebenso die einfühlsamen Texte. Aber es gab auch Kritik, so wurde gefragt ob Mayer nun "ein Bluesmann im Körper eines Soft-Rockers ist oder andersherum (Billboard)". Einigen war das Album zu wenig kantig und zu perfekt aufgenommen und eingespielt. Und wo der eine die einfühlsamen Texte lobte, da fehlte dem anderen der Tiefgang. Na ja, man kann es nicht allen recht machen.

Musikalisch ging Mayer, wie eingangs erwähnt, mehr in Richtung Soul und Blues. Die ersten drei Tracks klingen retro-soulig, wobei "Gravity" auch als Slow Blues durchgehen kann. Auch "Vultures" besitzt diesen Ausdruck, ebenso wie der elegant-relaxte Song "Slow Dancing In A Burning Room". Am tiefsten in alten Soul-Schuhen steckt aus meiner Sicht der Abschlusstrack "I'm Gonna Find Another You".

Mayer bietet aber auch Kontraste an. Da wäre die schöne Akustiknummer "Stop This Dream" oder das fast schon naiv-fröhlich klingende "The Heart Of Life". Deutlich an die Werke der Vorgängeralben knüpft Mayer aus meiner Sicht z. B. mit "Dreaming With A Broken Heart" oder "In Repair" an. Die Coverversion von "Bold As Love" (Original Jimi Hendrix) geht in Ordnung. Mayer spielt sie eigenständig und die Gitarrenarbeit ist bemerkenswert gut.

Fazit John Mayer hat mit Continuum ein wichtiges Werk vorgelegt. Mayer konnte sich von seinem ursprünglichen Kurs absetzen, die Marschrichtung Soul und Blues ist deutlich vernehmbar. Das macht Mayer ganz ordentlich. Allerdings kann ich die zurückhaltenden Kritiken auch verstehen: Mayer erfindet nichts neu, der Soul- und Bluesmann Mayer wird immer wieder von seinem Alter-Ego Pop-Rocker eingeholt. Manchmal klingt das alles sehr geschliffen und reibungsarm. Andererseits kann Mayer beide Stilistiken gut singen und auch an der Gitarre gut interpretieren. Mayer bestätigt allerdings seinen guten Ruf als Gitarrist, er erinnert etwas an Stevie Ray Vaughan und klassische Bluesgitarristen.

Trackliste

  1. Waiting on the World to Change 3:21
  2. I Don't Trust Myself (With Loving You) 4:52
  3. Belief 4:02
  4. Gravity 4:05
  5. The Heart of Life 3:19
  6. Vultures 4:11
  7. Stop This Train 4:45
  8. Slow Dancing in a Burning Room 4:02
  9. Bold as Love (The Jimi Hendrix Experience cover) 4:18
  10. Dreaming with a Broken Heart 4:07
  11. In Repair 6:09
  12. I'm Gonna Find Another You 2:43

Rezensent: MP