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CD-Kritik Metallica - Death Magnetic

Interpret: Metallica

Titel: Death Magnetic

Erscheinungsjahr: 2008

Genre: Thrashmetal, Heavy-Metal

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Death Magnetic ist das neunte Studioalbum der Band Metallica. Es erschien, lange erwartet von Kritikern und Fans, im September 2008. Die Fans waren so heiß auf das Album, dass es sofort auf Platz 1 der Billboard Charts schoss. Es war das fünfte Metallica Album in Folge, dem dieses Kunststück gelang. Das ist rekordverdächtig. Das Album erhielt kurz nach Veröffentlichung Platin für 1 Mio. verkaufter Alben. Auch das ist im Downloadzeitalter eine beachtliche Leistung. Im Prinzip schaffte es das Album in jedem wichtigen Land auf Platz 1 der Charts.

Wie gesagt waren alle begierig darauf, das neue Album zu hören. Metallica versprachen eine Rückkehr zu alten harten Sounds. Und die Band hielt ihr Versprechen. Damit konnten Metallica sowohl Fans als auch Kritiker überzeugen. Also alles in Butter bei Metallica. Die Fachpresse war sich auf jeden Fall ziemlich einig. Praktisch in jedem Best-Of 2008 Listing tauchte das Album auf, meistens ziemlich weit oben. Ach so: so by the way erhielt Death Magnetic zwei Grammies, als "Best Metal Performance" und "Best Recording Package". Personell blieb eigentlich alles beim alten: James Hetfield - vocals, rhythm guitar, Kirk Hammett - lead guitar und Lars Ulrich - drums, percussion. Zum ersten Mal auf einem Studioalbum dabei war aber Bassist Robert Trujillo, auch wenn er nun einige Zeit bei der Band war.

Die Songs:

"That Was Just Your Life" eröffnet das Album geheimnisvoll und atmosphärisch, so wie man es früher schon oft Metallica hörte. Die Band kommt aber schnell zur Sache und bietet guten Thrash-Metal. "The End of the Line" beginnt böse, hart und tiefergelegt. Der Song ist eher im klassischen Heavy-Metal angesiedelt mit einer subtilen Thrash Tendenz. "Broken, Beat & Scarred" beginnt rhythmisch extrem akzentuiert und brummelt wieder extrem tief. Danach gibt es bekanntes Metallica Riffing. "The Day That Never Comes" klingt erneut nach den klassischen Metallica, dieses mal balladesk mit einem ruhigen Picking-Intro. "All Nightmare Long" startet wieder sehr typisch mit einem ruhigen Part und den für Metallica gebräuchlichen Tritonusbewegungen. Danach wird es dann aber eher brachial und thrashig.

"Cyanide" ist ein fett instrumentierter Song, der sich im Bereich des klassischen Heavy-Metal bewegt. "The Unforgiven III" ist, wie der Name schon sagt, Part III der Unforgiven Saga. Das klingt nett, überrascht aber kaum. "The Judas Kiss" gibt wieder Kante. Ein thrashiger Song mit schrägen Einwürfen, der das Ganze ein wenig Richtung Alternative driften lässt. "Suicide & Redemption" ist eine improvisierte instrumentale Nummer. Der Song bietet viel klassisches Heavy-Riffing im Mix mit ruhigen Parts. Hammet und Hetfield dürfen hier die Soloklampfen auspacken, das macht Freude. Der Song ist zwar ziemlich lang, wird aber kaum langweilig. "My Apocalypse" beendet das Album thrashig.

Fazit Metallica enttäuschen mit Death Magnetic nicht. Die Band machte schon im Vorfeld klar, dass es wieder zu den Roots zurückgehen sollte. Und damit haben Metallica auch nicht zuviel versprochen. Death Magnetic bietet viel von den klassischen Metallica - ordentlichen Thrash, einige klassische Heavyparts und die typischen ruhigen Metallica-Songs. Für Metallica Fans muss die Rechnung eigentlich aufgehen. Den größtenteils überragenden Kritiken möchte ich aber nicht folgen. Das Album ist gut, keine Frage. Aber andererseits überraschen Metallica hier auch nicht. Die Band greift auf klassische Rezepturen zurück. Und so ist es nicht mehr und nicht weniger als ein gutes Album härterer Gangart.

Trackliste

  1. That Was Just Your Life 7:08
  2. The End of the Line 7:52
  3. Broken, Beat & Scarred 6:25
  4. The Day That Never Comes 7:56
  5. All Nightmare Long 7:58
  6. Cyanide 6:39
  7. The Unforgiven III 7:46
  8. The Judas Kiss 8:01
  9. Suicide & Redemption 9:58
  10. My Apocalypse 5:01

Rezensent: MP