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Albumbesprechung Motörhead - Motörizer

Interpret: Motörhead

Titel: Motörizer

Erscheinungsjahr: 2008

Genre: Heavy-Metal

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Motörizer erschien im Jahr 2008 und war das 19. Studioalbum der Heavy-Metal Dauerbrenner von Motörhead. Es wurde im, seit nunmehr 1995, bewährten Line-Up Ian "Lemmy" Kilmister - bass, lead vocals, Phil Campbell - guitar und Mikkey Dee - drums eingespielt. Das Albumcover nimmt direkt auf die Mitglieder der Band Bezug. Es zeigt die Nationalflaggen der drei Herkunftsländer der Musiker (England, Wales und Schweden) sowie das Bandlogo, das Snaggletooth. Eine schöne Idee.

Musikalisch melden sich Motörhead im alten, energetischen Stil zurück. Das klingt überzeugend und so kam es auch bei Kritikern an. Auch die Fans waren wieder einmal vollauf zufrieden. Das Album lief sehr gut und kam zum Beispiel in Deutschland bis auf Platz 5 der Charts.

Die Songs

Mit dem Opener "Runaround Man" zeigt die Band sofort an, wo es langgeht. So will man Motörhead hören - rotzig, punkig und knochenhart. "Teach You How to Sing the Blues" nimmt etwas Tempo heraus. Das klingt dann wie eine harte Variante von AC/DC. "When the Eagle Screams" ist rhythmisch vertrackter aufgebaut. Dennoch bietet die Band wieder einen knochenharten Heavy-Song. "Rock Out" kommt wieder punkig und rotzig, im Prinzip so wie anno Tobak als die Band in der Punkphase so gut bestehen konnte. "One Short Life" nimmt wieder etwas Tempo heraus, jedoch nicht an Härte. Ein schwerer, dampfender harter Song mit einem schönen Groove. "Buried Alive" legt gleich wieder diverse Schippen drauf und präsentiert die bandeigene Form von ungehobeltem punkigen Heavy.

"English Rose" rockt im AC/DC Stil mit Rock'n'Roll Anleihen und einem unfassbar räudig singenden Lemmy. "Back on the Chain" ist ein Song der Sorte hart, schwitzig und extrem groovig. "Heroes" nimmt wieder etwas Tempo raus. Ein rhythmisch sehr interessant aufgebauter Song mit gutem Groove. "Time Is Right" rockt wieder schnell und hart mit der typischen leicht punkigen Attitüde. "The Thousand Names of God" groovt unglaublich gut und erinnert mich an die frühen Rose Tatto. Ein harter Punkblues oder ein bluesiger Heavy Punk oder wie auch immer.

Fazit Eigentlich ist der Heavy-Sektor ziemlich durchgekaut. So richtig viel kann man nicht erwarten, viele Heavy-Fans wollen das auch gar nicht. Wie anders ist der Erfolg von Bands wie AC/DC und Motörhead erklärbar. Immerhin sind solche Bands immer dann erfolgreich, wenn sie sich an altbewährte Konzepte halten. Das tun Motörhead auf Motörizer. Es ist sicherlich nicht angebracht, Luftsprünge zu machen. Aber Motörizer gehört zu den besten Heavyplatten, die ich seit langem gehört habe. Das ist Motörhead in Reinkultur - ungehobelt, hart, punkig, schnell, groovig und so weiter und so fort. Das ist nichts Neues und nichts Innovatives. Aber es ist genau das, was man von der Band erwartet. Und in Ehrfurcht verneige ich mein Haupt vor Lemmy, der zum Zeitpunkt der Aufnahmen immerhin schon 63 Jahre alt war!

Trackliste

  1. Runaround Man 2:57
  2. Teach You How to Sing the Blues 3:03
  3. When the Eagle Screams 3:44
  4. Rock Out 2:08
  5. One Short Life 4:05
  6. Buried Alive 3:12
  7. English Rose 3:37
  8. Back on the Chain 3:24
  9. Heroes 4:59
  10. Time Is Right 3:14
  11. The Thousand Names of God 4:33

Rezensent: MP

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