Anzeige

Albumbesprechung Muse - Black Holes & Revelations

Interpret: Muse

Titel: Black Holes & Revelations

Erscheinungsjahr: 2006

Genre: Alternative-Rock, New Prog

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Black Holes & Revelations ist das vierte Studioalbum der Band Muse. Das Album wurde im Jahr 2006 veröffentlicht. Muse änderten mit diesem Album einiges. So wurde viel im eigenen Studio aufgenommen und die Band versuchte den Produktionsprozess möglichst in eigenen Händen zu halten. Auch musikalisch deutete sich eine gewisse Abkehr zu den vorherigen Alben an. Das Konzept ging auf, denn das Album war recht erfolgreich. Im UK erreichte das Album Rang 1 der Charts, in den USA Rang 9. Auch die ausgekoppelten Singles waren erfolgreich.

Die Songs

"Take a Bow" eröffnet das Album atmosphärisch. Der Song ist sehr interessant angelegt, mit Electronic Parts und schönen Steigerungen in Prog-Rockparts. "Starlight" klingt wie ein moderner Popsong mit Anleihen an U2, besitzt aber auch eine subtile Härte. "Supermassive Black Hole " ist die nächste interessant aufgebaute Nummer. Mit fetten Bass- und Gitarrenlinien und Industrialsounds ist der Song doch relativ gut tanzbar, die funky Passagen erinnern an Prince bzw. frühe Funkbands, der Refrain erinnert mich an die frühen ELO. "Map of the Problematique" beginnt experimentell und geht stilistisch Richtung New Wave bzw. Post Punk. "Soldier’s Poem" wirkt wie ein Schock, der Song hat etwas von den Balladen aus den 1950ern und klingt extrem schmalzig.

"Invincible" ist ein melancholischer Song, der durch die Gesangsparts und Klangcollagen etwas Prog-Feeling erhält. Diese Prog-Sache wird auf dem Song "Assassin" verstärkt. "Exo-Politics" wirkt deplatziert. Der Song klingt insgesamt wie ein Pop-Rock Song und erinnert an ELO aus ihrer Mainstream Phase. Interessanter und experimenteller wird es mit "City of Delusion", ebenfalls recht abwechslungsreich sind das melancholische "Hoodoo" und das abschließende "Knights of Cydonia".

Fazit Muse legen mit Black Holes & Revelations ein hörenswertes und stellenweise überraschendes Album vor. Die Band bietet einen Strauß an guten Ideen von Pop bis Prog. Dabei gelingt der Band der Spagat zwischen eingängigem und komplexem Material recht gut. Die Band bezieht sich häufig auf Einflüsse wie Queen oder Depeche Mode. An manchen Stellen fühle ich mich auch an ELO oder U2 erinnert, wobei Muse ihren eigenen Stil aber nie zu stark verwässern. Abgesehen vom etwas verunglückten Soldier's Poem liefert die Band ein gutes Album ab.

Trackliste

  1. Take a Bow 4:35
  2. Starlight 3:59
  3. Supermassive Black Hole 3:29
  4. Map of the Problematique 4:18
  5. Soldier’s Poem 2:03
  6. Invincible 5:00
  7. Assassin 3:31
  8. Exo-Politics 3:53
  9. City of Delusion 4:48
  10. Hoodoo 3:43
  11. Knights of Cydonia 6:06

Rezensent: MP

Anzeige