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Albumbesprechung Nirvana - Bleach

Interpret: Nirvana

Titel: Bleach

Erscheinungsjahr: 1989

Genre: Grunge, Alternative-Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Bleach ist der Titel des Debütalbums der Band Nirvana. Das Album erschien im Jahr 1989.

Meines Wissens gelang damals weder der Sprung in die Charts, noch gab es eine Aufnahme in Jahresbestenlisten. So gesehen war das Album ein Flopp. Das änderte sich aber, nachdem aus Nirvana mit dem Album Nevermind im Jahr 1991 sozusagen die Supergroup des Grunge wurde.

Bleach wurde 1992 noch einmal veröffentlicht, damals erreichte es Rang 89 der US Billboard 200, Rang 33 im UK und z. B. Rang 24 in Deutschland. Mittlerweile dürfte sich das Album alleine in den USA um die 2 Mio. mal verkauft haben und in Fachkreisen wird Bleach nun zu den Meilensteinen der Rockmusik gezählt.

Nirvana waren damals Kurt Cobain (Gesang, Gitarre), Krist Novoselic (Bass) und Chad Channing (Drums). Als zweiter Gitarrist wurde Jason Everman genannt. Der spielte tatsächlich nichts ein, er unterstützte die Band jedoch finanziell. Die Drums auf Floyd The Barber, Paper Cuts und Downer wurde von Dale Crover eingespielt. Die gesamte Enstehungsgeschichte des Albums war etwas holprig. Zumindest fühlte sich Cobain einem gewaltigen Druck seitens der Plattenfirma ausgesetzt, welche ein Album im Stil des damaligen Seattle-Sounds wollte. Die Band gab dem Drängen nach, gemäß Cobain entstand eine Art Aerosmith Grunge. Die von Fachleuten gerne bis ins Detail sezierten Texte hatten lt. Cobain praktisch keine Bedeutung. Er hatte sie nach eigenen Aussagen in der Regel kurz vor der jeweiligen Produktion ohne bestimmte Intention, allerdings in einer meist angepissten Grundstimmung verfasst.

Musikalisch orientiert sich die Band, wie von Cobain eingeräumt, durchaus am klassischen harten Rock. Blew ist dafür ein gutes Beispiel. Der Song zitiert klassischen Rock, verströmt aber auch etwas vom Zeitgeist des Grunge. Floyd The Barber hält den Kurs, wirkt stellenweise vielleicht etwas punkiger. About A Girl greift, zumindest in den cleanen Parts, zurück auf 60s Sounds. School rechnet in aller Kürze und mit einer guten Grundhärte mit der Seattle Szene ab.

Love Buzz war damals nicht auf jeder Pressung enthalten. Der Song stammte von der Band Shocking Blue, die Version von Nirvana ist gut gelungen. Im Grund ist es neben Mr. Moustache der beste Song des Albums, zumal hier die Textur am stimmigsten wirkt. Ansonsten langt die Band ganz kräftig hin, auf Negative Creep legten sie nach Ansicht von Fachleuten eines der besten Beispiele für den Seattle Grunge Sound hin. Ob Cobain das auch so sah, darf man aber bezweifeln.

Fazit Es gibt leider zu viele Veröffentlichungen, welche irgendwie komplett untergehen. In dieser großen Masse gibt es viele Werke, welche dann übersehen werden können. Das ändert sich in der Regel nur dann, wenn eine Band später den Durchbruch schafft. So passiert mit diesem Album von Nirvana. Die Band schaffte mit Nevermind den Durchbruch, in dessen Sog auch Bleach nachträglich geadelt wurde. Ich bin mit über den Stellenwert zumindest nicht so sicher und ich vermute mal, dass Cobain damit auch nicht sehr glücklich war. Auf mich wirkt das gesamte Album etwas lieblos und stellenweise überhart hingeklatscht. Sozusagen viel Lärm um Nichts oder zumindest Wenig.

Trackliste

  1. Blew 2:55
  2. Floyd the Barber 2:18
  3. About a Girl 2:48
  4. School 2:42
  5. Love Buzz (Robbie van Leeuwen) 3:35
  6. Paper Cuts 4:06
  7. Negative Creep 2:56
  8. Scoff 4:10
  9. Swap Meet 3:03
  10. Mr. Moustache 3:24
  11. Sifting 5:22

Alle Songs Kurt Cobain, sofern nicht anders vermerkt

Rezensent: MP

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