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Albumbesprechung Radiohead - Amnesiac

Interpret: Radiohead

Titel: Amnesiac

Erscheinungsjahr: 2001

Genre: Alternative Rock, Electronic-Music

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Amnesiac ist ein Album der Band Radiohead. Das Album erschien im Jahr 2001.

Was sich auf dem Vorgängeralbum Kid A abzeichnete, wurde auf Amnesiac nur bedingt fortgesetzt. Radiohead nutzten weiterhin Elemente der klassischen Electronic Musik, aber die Band veränderte ihr Konzept und ließ andere Ideen einfließen. So spielt auf dem Album auch die Gitarre wieder eine, wenn auch untergeordnete, Rolle.

Die Songs

"Packt Like Sardines in a Crushd Tin Box" fängt ethnomäßig an und bedient sich durchgängig einer relativ monotonen Grundidee. "Pyramid Song" tendiert mit Psychedelic Anteilen Richtung 60's, wirkt aber wiederum etwas monoton. "Pulk/Pull Revolving Doors" hält am Konzept fest und nutzt wieder durchgängig eine etwas monotone Grundidee. "You and Whose Army?" klingt anders, interessanter instrumentiert und psychedelisch. "I Might Be Wrong" klingt wie eine moderne Version der Beatles aus deren psychedelischer Phase. "Knives Out" packt es dann endlich. Radiohead präsentieren einen Song, dessen Melodie und Idee durchgängig überzeugen kann.

"Morning Bell/Amnesiac" klingt mit opulenten Gitarren- und Synthiesounds und einigen Reminiszenzen an Kraftwerk ganz interessant. "Dollars and Cents" ist eine orchestral angelegte, leicht schräge Nummer. Schräger wird es dann mit dem nur aus abgedrehten Gitarrensounds bestehenden "Hunting Bears". "Like Spinning Plates" und "Life in a Glasshouse" setzen den Kurs fort und nutzen als Grundelemente abgedrehte Soundspielereien, wobei Life In A Glasshouse interessante jazzige bis free-jazzige Einflüsse hat.

Fazit Radiohead setzen mit ihrer Auslegung moderner Rockmusik immer wieder Akzente. Irgendwann ist dann aber auch gut, mir persönlich wurde es mit diesem Album etwas zuviel. Was auf Kid A noch gefallen konnte, wirkt hier stellenweise einfach abgenutzt. Dabei ist Amnesiac genau genommen abwechslungsreicher als das Vorgängeralbum Kid A. Aber Kid A gefällt mir, trotz (oder wegen) des eindeutigeren Electronic Kurses, besser. Fachleute sagen, Amnesiac sei ein Abfallprodukt von Kid A. Denn beide Alben wurden praktisch in einem Zyklus konzipiert. Was nicht auf Kid A kam, wurde auf Amnesiac gepackt. Spötter sprachen aus dem Grund von Kid B, das bringt es in aller Kürze gut auf den Punkt.

Trackliste

  1. Packt Like Sardines in a Crushd Tin Box 4:00
  2. Pyramid Song 4:49
  3. Pulk/Pull Revolving Doors 4:07
  4. You and Whose Army? 3:11
  5. I Might Be Wrong 4:54
  6. Knives Out 4:15
  7. Morning Bell/Amnesiac 3:14
  8. Dollars and Cents 4:52
  9. Hunting Bears 2:01
  10. Like Spinning Plates 3:57
  11. Life in a Glasshouse 4:34

Rezensent: MP

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