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Albumbesprechung Rage - Unity

Interpret: Rage

Titel: Unity

Erscheinungsjahr: 2002

Genre: Power-Metal

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Unity ist ein Album der deutschen Heavy-Metal Band Rage. Rage gehören zu den Urgesteinen des deutschen Heavy Metal. Von der Ursprungsbesetzung ist bei Aufnahme des Albums Unity nur noch Sänger und Bassist Peavy Wagner dabei. Gitarrist Victor Smolski ist schon ein paar Jahre bei der Band und dürfte mittlerweile der bestimmende muskalische Faktor sein. Zu den beiden gesellt sich US-Drummer Mike Terrana.

Musikalisch kann man Unity eigentlich schnell auf den Punkt bringen, so wie es die Band auch macht. Rage präsentieren äußerst eingängig klingenden Power Metal. Die Songs sind in der Regel eingängig konzipiert, vor allem die Refrains sind sehr catchy konstruiert. Die Band lässt kaum ein Klischee aus, das gilt vor allem für den technisch hervorragenden Gitarristen Smolski (der sich nebenbei noch als guter Keyboarder zeigt). Peavy spielt, genauso wie Terrana, banddienlich und gut. Peavys Gesang hat zwar schon bessere Zeiten gesehen, klingt aber immer noch ordentlich.

Wie gesagt präsentiert die Band vornehmlich eingängigen Power-Metal. "All I Want" besitzt einige gute Ideen, der extrem eingängige Refrain passt nicht ganz so gut zum Rest des Titels. "Insanity" legt tempomäßig zu und liegt näher an alten Rage Songs. "Down" klingt so, wie es der Titel verheißt: alles runtergestimmt, dazu trommelt Terrana fulminant. Mit "Set This World On Fire" legt die Band den, aus meiner Sicht, besten Song des Albums vor. Nach einem leider sehr kurzen Intro wird es herrlich heavyrockig, nie zu hart und nie zu soft, eingängig, aber nicht zu eingängig. Der Song hat Klasse und zwingt fast schon zum Mitsingen. Mit "Dies Irae" wird es bombastisch, vor allem wegen der ungemein fetten Chorgesänge.

Danach folgt ein gewisser Bruch, denn die Band legt mit "World Of Pain", "Living My Dream" und "Seven Deadly Sins" typische Heavy Songs vor, welche sich von den ersten Songs nicht positiv abheben können. "Shadows" stellt ein kurzes instrumentales Intro für "Living My Dream" dar. Den Titelsong "Unity" muss man aus meiner Sicht isoliert betrachten. Der relativ lange Instrumentalsong liegt stilistisch im Prog-Metal und erinnert stark an Dream Theater.

Fazit Eigentlich müsste man nach erster Kurzbetrachtung davon ausgehen, dass es für so ein Album Höchstnoten geben kann. Keine Frage, die Band agiert auf einem hohen Niveau. Peavy hat gesanglich zwar schon bessere Zeiten gesehen, singt aber dennoch ordentlich. Terrana trommelt gut und Smolski ist ein Ausnahmekönner. Die Songs klingen allesamt gut, da gibt es praktisch keine Aussetzer. Die Produktion ist gut, der Sound fett. Also, warum keine Höchstnoten? Weil nahezu jeder Song wie ein Patchwork der Heavygeschichte klingt. Smolski bedient sich an Riffs, Licks und Soli, die es so oder so ähnlich schon zig-mal gegeben hat. Terrana trommelt so, wie man es im Heavy-Metal eben macht. Peavys Basslines sind leider zu unaufdringlich, um sie gesondert zu bewerten. So gesehen hat man bei jedem Song immer wieder Deja Vus. Unity ist sicher ein perfektes Heavy-Album und dürfte Heavy Fans zufriedenstellen. Für Darbietung und Sound kann man aus meiner Sicht auch durchaus Höchstnoten vergeben. Der Originalitätsfaktor geht jedoch zu oft Richtung Gefrierpunkt.

Trackliste

  1. All I want 4.59
  2. Insanity 4.21
  3. Down 5.24
  4. Set this world of fire 5.05
  5. Dies irae 5.08
  6. World of pain 4.02
  7. Shadows 0.57
  8. Living my dream 4.49
  9. Seven deadly sins 4.09
  10. You want it, you'll get it 4.05
  11. Unity 7.17

Rezensent: MP