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CD-Kritik Joe Satriani - Not Of This Earth

Interpret: Joe Satriani

Titel: Not Of This Earth

Erscheinungsjahr: 1986

Genre: Instrumental, Gitarre

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Not Of This Earth war das erste komplette Studioalbum von Joe Satriani, das Album erschien im Jahr 1986. Das Album selbst erscheint normalerweise nicht mehr im Originalcover, weil die ersten Originalvorlagen dafür verloren gingen. Ein gewisse Besonderheit des Albums ist sicherlich der Einsatz von programmierten Drums.

Die Songs

Der Titelsong Not of This Earth eröffnet das Album mit schönen Gitarrenvoicings, dazu gibt es einen einfachen, aber fetten Drumbeat aus der Maschine. Das klingt recht geheimnisvoll, denn Satriani stellt hier sein Pitch Axis System vor. The Snake beginnt funky, Satriani macht daraus eine nette, fast schon lustige Nummer mit einer relativ simplen Basis-Melodie. Rubina ist ein getragener balladesker Song, den Satriani seiner Frau Rubina widmete. Mit solchen Songs hat Satriani die größte Hörerschaft außerhalb der Gitarrengilde anziehen können. Memories ist relativ ungewöhnlich gestaltet, denn Satriani orientiert sich rhythmisch am Reggae. Aber natürlich gibt auch dazu jede Menge außergewöhnlicher Ideen und viel Legatospiel. Brother John gehört zu den ruhigen Satrianisongs, hier mit einem Bezug zur Klassik.

The Enigmatic ist ein ungewöhnlicher Song, auf dem Satriani die Enigmatische Tonleiter vorstellt. Driving at Night hört sich nach New Wave und NDW an. Das klingt nett und freundlich, aber nicht sehr berauschend. Dafür brizzelt Hordes of Locusts fett und bedrohlich los. New Day ist wieder verspielter und vertrackter. An dem Song könnten sich wahrscheinlich auch Prog-Fans erfreuen. The Headless Horseman ist ein typischer Satriani Two-Handed Tapping Song. Das klingt cool und der Songtitel macht Sinn.

Fazit Bei Satriani geht es, nach meinem Ermessen, nicht immer nur um schneller - höher - weiter, wie man das von vielen Shredding Gitarristen kennt. Das zeigt er schon mit seinem ersten richtigen Studioalbum. Der Meister der Melodie liefert ein vorzügliches Album ab. Auch Satriani gräbt dazu tief in den Technik-Arsenalen und seinem musiktheoretischen Fundus. Aber das wirkt auf diesem Album im Gegensatz zu einigen späteren Werken weniger kühl kalkuliert und durchgeplant. Ein Muss für Gitarristen, an Balladen wie Rubina dürften auch Nichtgitarristen ihre Freude haben und stellenweise könnten sogar Prog-Fans ein kleines Bonmot finden.

Trackliste

  1. Not of This Earth 3:55
  2. The Snake 4:40
  3. Rubina 5:50
  4. Memories (Satriani, John Cuniberti) 4:00
  5. Brother John 2:07
  6. The Enigmatic 3:25
  7. Driving at Night 3:30
  8. Hordes of Locusts 4:55
  9. New Day 3:56
  10. The Headless Horseman 1:50

Rezensent: MP

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