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CD-Kritik Joe Satriani - Surfing With The Alien

Interpret: Joe Satriani

Titel: Surfing With The Alien

Erscheinungsjahr: 1987

Genre: Instrumental, Gitarre

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Surfing with the Alien ist das zweite Album von Joe Satriani. Es erschien im Jahr 1987 und bedeutete den Durchbruch für Satriani. Das Album wurde ein kommerzieller Erfolg und schaffte als eines der ersten Instrumentalalben seit langer Zeit den Einzug in die US-Charts. Spätestens mit Erscheinen dieses Albums stieg Satriani zu den renommiertesten Gitarristen weltweit auf.

Surfing With The Alien war eines der ersten Instrumentalalben überhaupt, welches die Top 40 in den USA erreichte. Es erreichte immerhin Platz 29. Geschlagen wurde es von Satrianis nächsten Album Flying In A Blue Dream, welches aber genau genommen kein reines Instrumentalalbum war.

Die Songs

Den Auftakt macht der Titelsong Surfing with the Alien. Ein typischer Satriani Song: flotter Boogie Rock mit einer prägnanten Melodie und dazu einige schnellere Soli. Der ideale Soundtrack für eine Fahrt mit dem Bike in die Sonne, in dem Fall dem Ritt eines Alien der auf dem Surfbrett durchs All fegt. Ice 9 groovt verschleppter und härter. Dazu gibt es schrägere Melodien und leicht dissonant klingende Akkordeinwürfe plus einem abgefahrenen Legatosolo. Crushing Day rockt hart auf Basis eines recht alltäglichen Gitarrenriffs und auch dazu präsentiert Satriani eine gut nachvollziehbare Melodie. Always with Me, Always with You ist einer der bekanntesten Songs Satrianis. Ein herzerweichendes Rührstück für Gitarre mit schöner Melodie und legendärem Tappingsolo. Satch Boogie steht Always with Me kaum in etwas nach. Der fulminaten Boogie genießt innerhalb der Gitarrenszene Kultcharakter.

Hill of the Skull ist ein schwermütiges Stück, Satriani nähert sich hier dem Prog-Rock. Circles besticht vor allem durch ein gelungenes Wechselspiel softer Parts mit spacigen Gitarrenvoicings und kurzen heavy Passagen. Lords of Karma beginnt mit einem abgedrehten Voicing, um das herum ein flotter Rocksong aufgebaut wird. Midnight ist eine der Two Handed Tapping Etüden, mit denen Satriani das Publikum immer wieder verwöhnte. Häufig klingen diese klassisch und etwas dramatisch, so auch Midnight. Echo beendet das Album sensationell schön. Echo zeigt den Unterschied zwischen Satch und anderen Shreddern: der Mann kann mit seinen Instrumentals so richtig unter die Haut gehen.

Fazit Mit Surfing With The Alien legte Joe Satriani damals ein Pfund vor. Das war ein ziemlicher Hammer und verhalf vielen anderen Gitarristen zum Erfolg. Satriani leistete damit sicherlich etwas Pionierarbeit für die E-Gitarre und brachte nach Eddie Van Halen wieder eine Menge Leute zur Gitarre bzw. zum ernsthaften Arbeiten mit der Gitarre. Dabei stellt Satriani die Technik aber selten über den Song und das überzeugte einfach.

Trackliste

  1. Surfing with the Alien 4:25
  2. Ice 9 3:59
  3. Crushing Day 5:14
  4. Always with Me, Always with You 3:22
  5. Satch Boogie 3:13
  6. Hill of the Skull 1:48
  7. Circles 3:28
  8. Lords of Karma 4:48
  9. Midnight 1:42
  10. Echo 5:37

Rezensent: MP

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