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Albumbesprechung Klaus Schulze - La Vie Electronique 13

Interpret: Klaus Schulze

Titel: La Vie Electronique 13

Erscheinungsjahr: 2013

Genre: Elektronische Musik/Electronica

 

Rezension/Review

La Vie Electronique 13 ist eine Compilation im Rahmen der La Vie Electronique Reihe von Klaus Schulze. Veröffentlicht wird das mittlerweile 13. Box Set am 26.04.2013 über MIG, es beinhaltet auf drei CDs Werke, die zwischen 1992 und 1994 entstanden sind.

CD 1 trägt den Titel "Machine de plaisir", im Original hieß das Werk einmal Meditation 2. Es handelt sich einmal mehr um eine Arbeit Schulzes für die Guttempler. Diese Arbeit entstand 1992, sie wurde schon einmal als CD 8 der Ultimate Edition/Silver Edition veröffentlicht.

CD 2 enthält Aufnahmen aus dem Jahr 1993. Der kurze Track "Tag des offenen Denkmals" (Heritage Open Days) wurde als Trailer für eine TV-Dokumentation anlässlich der Tage des Europäischen Kulturerbes konzipiert. Aufgenommen im Juli 1993, erschien der Song auf CD 10 der Jubilee Edition bzw. CD 30 der Ultimate Edition. "Himmel und Erde" war auf CD 50 der Ultimate Edition zu finden, ebenso wie "Vas Insigne Electionis". Der Titel wurde wurde der Organisation KLEM zur Nutzung überlassen. Die längere Suite "Arthur Stanley Jefferson" war eine weitere Arbeit für die Guttempler, zuvor veröffentlicht wurde das Stück auf CD 9 The Ultimate Edition/Silver Edition.

CD 3 enthält das Werk "Borrowed Time". Es wurde von Schulze ursprünglich 1993 aufgenommen, aber erst 1994 fertiggestellt. Schulze sollte Filmmusik für Living On Borrowed Time beisteuern, er arbeitete in seinem Studio aber längere Stücke aus, die man hier zu hören bekommt. In der Form erschien Borrowed Time zuvor schon als CD 24 auf der Ultimate Edition bzw. CD 4 der Jubilee Edition.

Fazit Das 13. Werk der La Vie Electronique Reihe von Klaus Schulze, jeder Schuber kommt mit 3 CDs, noch zwei Teile sollen erscheinen. Damit wird deutlich, wie produktiv Klaus Schulze im Lauf seiner Karriere war. Diese Arbeiten stammen aus der Zeit um 1993, damals hatte Schulze sich schon auf modernere Gerätschaften gestützt (vor allem den legendären Atari). Das wiederum wirft die Frage aller Fragen auf: klingt es "analog" besser oder digital? Ich persönlich mag analoge Sounds lieber. Dafür gab es mit dem Einsetzen des digitalen Zeitalters aber Möglichkeiten, von denen man zuvor nur Träumen konnte. Was man von Schulze zu hören bekommt, vermittelt eigentlich immer gleichzeitig einen Eindruck davon, was aktuell technisch möglich ist. Das Ergebnis auf CD 1 klingt m. E. am homogensten. Machine de plaisir ist so ein Werk, welches man komplett hören kann und gut zum Abschalten/Meditieren auflegen kann. CD 2 und 3 sind zweifellos interessant, vielleicht sogar vielschichtiger gestaltet. Aber hier spielt Schulze sehr oft mit Sounds und Collagen, die mich nicht überzeugen. Beispielhaft könnte man die Opern-/Operettenartigen Gesangssamples nennen, die in der Form nicht selten unfreiwillig komisch wirken. Aber das ist Geschmackssache. Wer sich für Schulze interessiert, wird sicherlich auch mit diesem Sampler glücklich werden.

Trackliste

CD 1

Machine de plaisir (78:32)

  1. The Machinery Of Night
  2. Träume ich?
  3. Leaves Of Grass
  4. Peyote Poem
  5. No Funky Blues
  6. Verblüffung des Volkes
  7. Le Carillon
  8. Hellenistische Mechanik
  9. Das Ende der Nashörner
  10. Don’t be afraid, the Clown’s afraid, too
  11. Die ehrwürdige Flüssigkeit
  12. The Answer?

CD 2

Tag des offenen Denkmals (00:30)

Himmel Und Erde Remix (07:07)

Vas Insigne Electionis (09:47)

Arthur Stanley Jefferson (56:56)

  1. A Perfect Day
  2. Double Whoopee
  3. Rouge Son
  4. Beau Hunks
  5. Oliver Norwell H
  6. Sons Of The Desert
  7. Big Business
  8. Call Of The Cuckoo
  9. God Bless All Clowns

CD 3

Borrowed Time (77:12)

  1. Schöne Seelen, kühne Flügel
  2. Die staunenden Barbaren
  3. An des Jahrhunderts Neige, pt 1
  4. Castafiore
  5. Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel
  6. Die Gunst des Augenblicks
  7. An des Jahrhunderts Neige, pt 2
  8. Der Liebe Geheimnis
  9. An des Jahrhunderts Neige, pt 3

Rezensent: MP