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Albumbesprechung Sex Slaves - Call Of The Wild

Interpret: Sex Slaves

Titel: Call Of The Wild

Erscheinungsjahr: 2012

Genre: Hard-Rock, Sleaze-Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Call Of The Wild ist der Titel eines Albums von den Sex Slaves. Das Album soll am 24.08.2012 über SAOL / H'Art / Zebralution veröffentlicht werden. Schon der Name der Band lässt einiges erahnen, solche Namen findet man häufiger mal im Genre Hard/Heavy. Wenn man den allgemeinen Einschätzungen folgen darf, tummelt sich die Band im so genannten Sleaze-Rock, da passt der Bandname natürlich wie Faust auf Auge.

Die Sex Slaves sind eine hart arbeitende Band, die sich abseits eines Major Deals durch über 1.000 Gigs in mittlerweile 13 Ländern spielte. Alles passt, neben dem Bandnamen, gut zur Band und zum Genre: sie stammt aus der Lower East Side in NewYork und besteht aus drei Musikern mit den Namen Eric13 (Gitarre, Gesang), Del Cheetah (Bass, Gesang) und J/Bomb (Schlagzeug). Neben intensiven Tourneen veröffentlichte die Band bislang drei Alben: das Debütalbum Nikki, danach Bite Your Tongue und 2010 das Album Wasted Angel. Nun folgt das vierte Album der Band, der Call Of The Wild. Produziert hat das Album Ulrich Wild, einem der großen Namen in Los Angeles was das härtere Genre betrifft. Folgen wir einmal dem Ruf des Tiers und stürzen uns in die anrüchigen Tiefen des Sleaze-Rock.

Die Grundausrichtung macht die Band mit dem Opener "W.T.F.R.U." klar. Der Titel symbolisiert die textlichen Kernaussagen der Band und der Song donnert laut und ungehobelt, mit einer subtilen Punknote, los. Das nenne ich gut gebrüllt, ein schmissiger Song ohne Firlefanz. Man verzichtet hier auch auf jegliches Solo. Ebenfalls eher grobschlächtig, aber mit einer schönen Funknote und Anleihen an NüMetal bis Indie, kommt "Lose That Dress" daher. An den klassischen Hard-Rock in Alice Cooper/Kiss Manier erinnert mich "Burning Bridges". Dafür erstaunt die Band auf "My Black Heart" mit Iron Maiden Gallop Rhythmen über eingängigen US-Type Strophe/Refrain.

Die Band bleibt in der Folge bei einem bunten Stilmix aus Pop Punk/College Rock ("I Wanna Kill You", "Let's Make Out"), groovigem NuMetal/Crossover bis Indie-Rock ("Sik Fuk", "Rock & Roll Band", "I Swear") und klassischen Hard-Rock/Heavymotiven ("Cool Ride").

Ganz anders dagegen die launig witzigen Songs "Get In Line" und "I Got Drunk". Und mein persönliches Highlight, der Titelsong "Call Of The Wild" ab. Getragen von einem fetten Poppunk-Riff besitzt der Song eine Psychedelic-Schlagseite und ist, verglichen mit dem Restmaterial, recht komplex aufgebaut.

Fazit Die Sex Slaves bieten vor allem eines: ein unterhaltsames Paket meist härterer Songs, die dem Namen Sleaze Rock durchaus Ehre machen. Anders kann man das eigentlich nicht sagen. Da wird auf unnötigen Firlefanz verzichtet, Gitarrensoli finden kaum statt. Alles steht im Dienst des Songs. Die Band spielt gekonnt mit Stilistiken des härteren Genres ab den 1970ern. Das ist zwar nicht übermäßig innovativ, aber im Gesamtergebnis überzeugt der Mix aus klassischem Hard-Rock (Kiss, Alice Cooper, Mötley Crüe), Poppunk (Green Day) bis hin zu Nü-Metal/Indie-Rock (Red Hot Chili Peppers, Limp Bizkit, Linkin Park). Hier treffen griffige Melodien auf durchaus abwechslungsreiche Musik. Die ist erstklassig eingespielt und von Ulrich Wild perfekt produziert.

 

Trackliste

  1. W.T.F.R.U.
  2. Lose That Dress
  3. Burning Bridges
  4. My Black heart
  5. I Wanna Kill You
  6. Sik Fuk
  7. Call Of The Wild
  8. Get In Line
  9. Rock & Roll Band
  10. Let's Make Out
  11. I Swear
  12. Cool Ride
  13. I Got Drunk

Rezensent: MP