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CD-Kritik Feargal Sharkey - Feargal Sharkey

Interpret: Feargal Sharkey

Titel: Feargal Sharkey

Erscheinungsjahr: 1985

Genre: Soul-Pop, Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Feargal Sharkey war das Debütalbum von Feargal Sharkey. Das Album erschien im Jahr 1985. Sharkey war zuvor vor allem als Sänger der Undertones bekannt geworden. Mit seinem Solodebüt konnte Sharkey einen guten Erfolg feiern, die Single A Good Heart schaffte es in vielen Ländern auf die Spitzenplätze der Charts. Das Debütalbum von Sharkey wurde meistens wohlwollend beurteilt. Allerdings konnte Sharkey den guten Erfolg mit keinem seiner folgenden Alben bestätigen.

Was Sharkey bzw. dieses Album ausmacht, ist seine einzigartige Stimme. Die Stimmlage ist recht hoch, Sharkey singt in der Regel immer mit einem leichten Vibrato. Diese Stimme kann man aus Tausenden immer heraushören. Feargal Sharkey spielte auf dem Album aber auch Keyboards, Michael Kamen kümmerte sich um die Arrangements und Dave Stewart war für die Produktion zuständig. Ein gutes Team, das konnte eigentlich nur ein Erfolg werden.

Das Album beginnt mit dem größten Hit Sharkeys, A Good Heart. Der Song stammt von Maria McKee und ist sehr eingängig. Die soulige Popnummer passt recht gut zu Sharkeys Stimme. You Little Thief stammt von Benmont Trench. Der Song ist wieder etwas soulig, besitzt jedoch mehr Drive als A Good Heart. Auch mit You Little Thief konnte Sharkey damals einen guten Hit landen. Ghost Train rollt schön und besitzt einen schönen Choo-Choo Rhythmus. Wieder hat der Song viel Soul. Ashes and Diamonds geht etwas mehr ab und erinnert an den siebziger Jahre Disco-Soul, dazu gibt es dann aber recht zeitgemäße Instrumentierungen. Irgendwie merkt man, dass Dave Stewart seine Hände im Spiel hat.

Made to Measure ist ein Song von Chrissie Hynde (Pretenders). In diesem Fall packt es Sharkey nicht, den Song gut zu covern. Das klingt doch sehr schmalzig. Someone to Somebody beginnt soft soulig und hat etwas von einem Lovesong. Don't Leave It to Nature groovt besser. Der Song steht stark in einer souligen bis gospeligen Tradition. Love and Hate ist ein extrem cooler und relaxter Soul-Jazz. Das klingt schön smoothy mit netten weiblichen Chören. Die Gesangslines sind toll, Sharkeys Gesang ist gut. Irgendwie hat der Song das gewisse etwas. Bitter Man fällt wieder etwas ab. Der Pop-orientierte Song ist zwar interessant und zeitgemäß instrumentiert, kann aber nicht überzeugen. It's All Over Now kennt man mittlerweile durch seine tausende Coverversionen. Hier ist noch mal eine - und die ist nicht gut. Ein schlechter Abschluss des Albums.

Fazit Feargal Sharkey kam von den Undertones. Die wurden dem Punk oder genauer gesagt dem Pop-Punk zugeordnet. Aufgrund der Vorgeschichte überrascht Sharkey mit seinem Solodebüt etwas. Seine Stimme klingt auch hier so, wie sie bei den Undertones geklungen hatte. Aber hier geht es musikalisch in eine andere Richtung, vor allem gibt es immer eine gute Portion Soul. Das kann Sharkey mit seiner Stimme sehr gut interpretieren. Aber es tritt schnell ein gewisser Sättigungseffekt ein. Das Album ist gut produziert, vielleicht etwas zu perfekt (dank Dave Stewart). Die Songs sind ordentlich und in der Regel unterhaltsam. Leider vergeigt es Sharkey mit den Coverversionen etwas, vor allem den Song von Chrissie Hynde und das Cover von It's All Over Now. Die Hitsingles A Good Heart und You Little Thief sind dagegen sehr hörenswert und Love And Hate stellt das Highlight des Albums dar.

Trackliste

  1. A Good Heart (Maria McKee) 4.39
  2. You Little Thief (Benomont Trench)5.03
  3. Ghost Train (D.A Stewart/F.S Sharkey/T. Daly) 3.12
  4. Ashes and Diamonds (D.A Stewart/F.S Sharkey ) 4.40
  5. Made to Measure (C. Hynde) 3.38
  6. Someone to Somebody (Gooden/Torrance/Gordy/Kane) 5.24
  7. Don't Leave It to Nature (Moore/Sharkey) 4.27
  8. Love and Hate (D.A Stewart/F.S Sharkey/T. Daly) 4.35
  9. Bitter Man (D.A Stewart/F.S Sharkey/T. Daly) 3.28
  10. It's All Over Now (Womack, Womack) 4.15

Rezensent: MP