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Albumbesprechung Solodeguitar - Covered with Love/Reprises par amour

Interpret: Solodeguitar

Titel: Covered with Love/Reprises par amour

Erscheinungsjahr: 2015

Genre: Akustikgitarre Instrumental

 

Rezension/Review

Covered with Love/Reprises par amour ist der Titel eines Albums von Solodeguitar. Das Album soll am 24.07.2015 bei Acoustic Music Records im Vertrieb von Rough Trade erscheinen.

Solodeguitar ist ein Projekt des Gitarristen Solo Razafindrakoto aus Madagaskar. Soweit so ungewöhnlich, Produkte von madegassischen Musikern hat man nicht gerade alle Tage auf dem Tisch. Auf dem Innencover sieht man den Künstler mit einer Art Backpackergitarre, das verspricht ebenfalls eher außergewöhnliches. Spontan hätte ich da zunächst auf etwas Weltmusikalisches getippt.

Ein erster Blick auf die Tracklist überrascht allerdings. Es gibt zwar die Bearbeitung eines Tansanischen Traditionals und eine des Klassikers Pata Pata. Aber die Coverversionen aus Rock und Pop überwiegen deutlich und hier gibt es jede Menge Hendrix Covers (Crosstown Traffic, Little Wing, The Wind Cries Mary, Fire, Hey Joe, Angel, Waterfall und All Along The Watchtower). Genau genommen stammt Hey Joe von Billy Roberts und All Along The Watchtower von Dylan, aber bekannt wurde das Material vor allem durch Hendrix.

Ebenfalls relativ bekannte Vorbilder pickte sich Solo mit dem Beatles Klassiker Yesterday und dem Marvin Gaye Evergreen What's Going On heraus. Etwas weniger bekannt ist das durch die Carpenters bekannt gewordene I Won't Last A Day without You, eher einem kleineren Publikum dürften Une Belle Histoire von Michel Fugain und der Silinga Song Ntjilo Ntjilo (bekannt vor allem durch eine Miriam Makeba Version) sein.

Fazit Ehrlich gesagt verbreitete sich bei mir wegen der Hendrix Covers zunächst etwas Unbehagen. Zuviel wurde dazu musikalisch schon gesagt und nicht immer waren die Ergebnisse befriedigend. Hier kann man Entwarnung geben, denn Solo spielt das Material mit einer interessanten individuellen Note ein. Er macht im Prinzip aus jedem Track sein Ding. Mag sein, dass da madegassische Wurzeln mitspielen. Aber Solodeguitar klingt m. E. insgesamt doch sehr stark nach westlichen Einflüssen aus Jazz und Blues bis Rock, hier mit einer speziellen Akustikgitarrennote. Speziell vor allem aufgrund der Arrangements und der Spieltechnik an sich, aber vor allem auch aufgrund des wunderbaren Tons, den Solo immer wieder erzeugt. Gerade das macht aus diesem Album dann auch ein sehr besonderes, wenn auch spezielles Album.

Trackliste

  1. I Won't Last A Day Without You 3:01
  2. Crosstown Traffic 2:32
  3. Little Wing 3:05
  4. Une Belle Histoire 3:14
  5. The Wind Cries Mary 3:25
  6. Malaika 3:57
  7. Ntjilo Ntjilo 2:51
  8. Pata Pata 3:06
  9. Yesterday 4:30
  10. Fire 4:29
  11. Angel 3:06
  12. Hey Joe 2:57
  13. What's Going On 3:28
  14. All Along The Watchtower 2:32
  15. Waterfall 2:53

Rezensent: MP