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Albumbesprechung Soul Asylum - Grave Dancers Union

Interpret: Soul Asylum

Titel: Grave Dancers Union

Erscheinungsjahr: 1992

Genre: Alternative, College Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Grave Dancers Union ist das offiziell sechste Album der US-Band Soul Asylum. Für die Band bedeutete das Album den Durchbruch. In den USA erhielten Soul Asylum für Grave Dancers Union 3-fach Platin. Das Album lebte sicherlich vom weltweit überragenden Erfolg der Single Runaway Train, welche im Jahr 1993 sogar den Grammy als bester Rocksong erhielt.

Soul Asylum ist eine US-Band, die im Jahr 1983 aus einer Punk Band hervorging. Die Band verschrieb sich einer Art College Rock, vermischt mit klassischen Rock Einflüssen a la The Who und gewissen Punk Roots. Musikalisch funktionierte das eigentlich gut, wobei die Band allerdings immer in der zweiten Reihe spielte. Erst mit dem Album The Grave Dancers Union gelang Soul Asylum im Jahr 1992 der (kurze) Aufstieg zur Spitze. Dazu verhalf ihnen vor allem der Sender MTV und der Song Runaway Train. Das Video zu Runaway Train zeigte Fotos vermisster Kinder, von denen einige durch das Musikvideo sogar wieder gefunden wurden.

Runaway Train würde ich als einen eher mittelmäßigen Titel des Albums bezeichnen. Wenn man von den ebenfalls ruhigeren Songs wie Homesick, New World und The Sun Maid absieht, klingt der Rest des Albums anders. Der Opener Somebody To Shove kommt gleich mal richtig zur Sache und drückt zwischen Hard-Rock und College Rock. Black Gold ist ähnlich angelegt, klingt mit seinen dynamischen Spielereien aber nuancenreicher. Auch Keep It Up ist ein Up-Tempo Rocker, der gut abgeht und doch angenehm anzuhören ist. Get On Out klingt wie eine amerikanische Singer Songwriter Nummer, die den englischen Heroen von The Who huldigt. Eine interessante Symbiose. April Fool ist, wie der Song 99%, eine relativ harte Nummer. Without A Trace ist eine schöne Gitarren-Nummer in gemäßigtem Tempo, Growing Into You ist deutlich schneller, mit einer leichten punkigen Attitüde.

Fazit Grave Dancers Union ist ein Album, das man sich jederzeit gut anhören kann. Ungeachtet der erfolgreichen Ballade Runaway Train liegen die Schwerpunkte von Soul Asylum eher in einer Art College-Rock bzw. Alternative-Rock mit Pop-Punk Einflüssen. Dazu serviert die Band drei softere Nummern und konnte so ein breites Publikum erreichen. Die meisten Leute dürften das Album zwar wegen Runaway Train gekauft haben, aber die musikalische Botschaft der Band liegt eher im rockigeren Bereich. Das klingt ordentlich, ist unterhaltsam, wirkt aber andererseits auch selten aufregend oder besonders originell.

Trackliste

  1. Somebody to Shove 3:15
  2. Black Gold 3:57
  3. Runaway Train 4:26
  4. Keep It Up 3:48
  5. Homesick 3:34
  6. Get on Out 3:30
  7. New World 4:04
  8. April Fool 3:45
  9. Without a Trace 3:33
  10. Growing into You 3:13
  11. 99% 3:59
  12. The Sun Maid 3:51

Bonustracks

  • Somebody To Shove (Live/Acoustic)
  • Stranger (Live/Acoustic)
  • Without A Trace (Live/Electric)
  • Black Gold (Live/Electric)
  • Never Really Been (Live/Electric)
  • Runaway Train (Live/Electric)

Rezensent: MP