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Albumbesprechung Squackett - A Life Within A Day

Interpret: Squackett

Titel: A Life Within A Day

Erscheinungsjahr: 2012

Genre: Rock, Prog-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

A Life Within A Day ist ein Album des Projekts Squackett. Das Album soll am 01.06.2012 in Deutschland, Österreich und der Schweiz offiziell veröffentlicht werden. Squackett, hinter dem Namen verbergen sich zwei bekannte Musiker des englischen Prog: Yes Bassist Chris Squire und Genesis Gitarrist Steve Hackett.

Die Idee zum Projekt Squackett ist wohl entstanden, als Chris Squire 2008 an seinem Soloalbum arbeitete und Gitarrenparts benötigte. Da wurde ihm Steve Hackett vorgeschlagen und schnell war die Idee zu einem gemeinsamen Projekt da. Gedauert hat es aber doch eine geraume Zeit, vier Jahre insgesamt. Ob der Output taugt, sagt eine Besetzung wie diese natürlich nicht automatisch aus. Aber hier schien im Vorfeld alles zu stimmen. Die Stimmung war, nach Aussagen der beiden Protagonisten, vorzüglich. Zum Album bzw. zur Musik äußerte sich Squire wie folgt:

Die Atmosphäre erinnert in Teilen an sehr verschiedene Künstler. Es gibt Prog Rock Zeug, einige Jazz-Anleihen, aber auch Vokalharmonien à la Crosby, Stills and Nash.

Hier könnte man die Besprechung schon beenden, Squire sagt damit viel aus. Es gibt in der Tat Prog-Rock Zeug mit gewissen Crossovers bis hin zu den besagten Jazz-Anleihen. Auch das mit den CSN Vokalharmonien kann man bestätigen. Aber da ist natürlich mehr, was z. B. Prog-Fans interessieren wird. Das Album kratzt am Prog-Rock, klingt aber nicht nach den klassischen Yes oder Genesis. Vielmehr meine ich eine Nähe zu Sounds der kommerziell erfolgreichen Yes-Phase der 1980er und zur Alan Parsons-Phase der späten 1970er zu vernehmen. Songs wie A Life Within A Day, Tall Ships, Sea Of Smiles, Storm Chaser oder Perfect Love Song hätte gut auf ein Yes Album wie Big Generator gepasst, zumal Hackett erstaunlich nach dem Trevor Rabin jener Zeit klingt. Stellenweise erinnern die Arrangements dieser und anderer Songs (Aliens, The Summer Backwards oder Can't Stop The Rain) mit den von Squire angesprochenen CSN Vokalharmonien auch an Alan Parsons bis hin zu den späten Pink Floyd. Das sind dann auch die Haupteindrücke, die ich persönlich wahrnehme - unabhängig aller instrumentalen Ausflüge von Zep Kashmirsounds bis Jazz-Fusion.

Fazit Ein Album wie dieses ist nicht einfach zu beurteilen. Musiker wie Squire und Hackett müssen sich nichts mehr beweisen. Schlechte Musik muss man von den beiden kaum befürchten, die liefern sie hier auch nicht ab. Es stellt sich vor allem die Frage, mit welchen Erwartungen man an dieses Album herangeht. Als klassischer Progfan wäre ich ehrlich gesagt enttäuscht, als Hörer gepflegter und anspruchsvoller Rockmusik kann man mit dem Album gut leben. Da die musikalischen Leistungen stimmen und die Songs an sich nie schlecht sind, kann man so ein Album kaum schlecht bewerten, aber es bleibt bei mir, ob fehlender klassischer Progsounds, auch eine Träne im Knopfloch hängen.

 

Trackliste

  1. A Life Within A Day
  2. Tall Ships
  3. Divided Self
  4. Aliens
  5. Sea of Smiles
  6. The Summer Backwards
  7. Storm Chaser
  8. Can't Stop the Rain
  9. Perfect Love Song

Rezensent: MP