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Albumbesprechung Cat Stevens - Tea For Tillerman

Interpret: Cat Stevens

Titel: Tea For Tillerman

Erscheinungsjahr: 1970

Genre: Folk, Singer Songwriter, Soft-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Tea For Tillerman ist das vierte Studioalbum von Cat Stevens. Für Cat Stevens bedeutete es den Durchbruch. In den USA erreichte das Album Rang 8 der Charts, in Kanada Rang 11 und im UK Rang 20. Auf dem Album sind einige von Stevens größten Hits versammelt. Die Kritiken zu dem Album fielen in der Regel hervorragend aus.

Cat Stevens ist, wenn man so will, ein Kosmopolit. Er wurde als Sohn eines Griechen und einer Schwedin in London geboren. Ab 1967 konnte er erste große Erfolge mit Songs wie Matthew And Son oder I Love My Dog feiern, 1968 musste sich Cat Stevens für fast zwei Jahre wegen einer Erkrankung zurückziehen. Er schaffte es 1970, sich über Touren durch kleine Folk-Clubs wieder nach oben zu spielen. Mit der Platte Mona Bone Jakon gelang ihm 1970 ein fulminantes Comeback und im selben Jahr legte er Tea For Tillerman nach. In dieser Zeit schrieb Stevens vor allem Songs, die eine gewisse Leichtigkeit und lyrische Feinheit an sich hatten. Später wurde sein Stil härter und ruppiger. Bis 1978 firmierte er erfolgreich unter dem Namen Cat Stevens. Danach trat er zum Islam über und nennt sich seither Yusuf Islam. Unter dem Namen veröffentlichte er weiter Alben, die aber kommerziell weniger erfolgreich sind. Auf alle Fälle hat uns Cat Stevens von 1967 bis ca. 1977 (Izitso) einige schöne Werke hinterlassen. Das muss man schon sagen.

Ich würde sagen, dass Tea For Tillerman aus einer der besten Phasen von Stevens stammt. 1970 war sein Jahr. Da brachte er zuerst das Album Mona Bone Jakon (mit Lady D'Arbanville) heraus und schob noch im selben Jahr Tea For Tillerman nach. Dieses Album könnte fast als ein Best Of Album durchgehen, denn auf dem Album sind mit Wild World, Father And Son, Hard Headed Woman, Where Do The Children Play, Sad Lisa und Miles From Nowhere einige seiner bekanntesten Songs enthalten. Tea For Tillerman zeigt einen Stevens in Bestform, das Album wurde exzellent von Paul Samwell Smith produziert. Die Songs sind mehrheitlich im typischen Cat Stevens Stil geschrieben und interpretiert, das heißt: Akustikgitarren, Piano, wenig Drums und wenig Bass. Manchmal kommen Streichersounds dazu, die aber nie aufdringlich wirken. Die meisten Songs sind Stevens-typisch ruhig und lyrisch. Alle Songs strahlen eine gewisse Leichtigkeit aus. Stilistisch sticht vielleicht der Song Longer Boats heraus, der ein gewisses Karibikfeeling im Refrain versprüht. Interessant finde ich außerdem den Song On The Road To Find Out, denn ähnliches habe ich später von Fleetwood Mac auf Rumours gehört. Da hat Kollege Buckingham anscheinend gut zugehört.

Fazit Ungeachtet der Person Stevens und seinen in der Neuzeit manchmal sonderbaren Äußerungen: dieses Album ist sehr gut. Es gehört zu seinen Klassikern und zu den Klassikern der Pop-Musik. Cat Stevens präsentiert einfach glänzende Musik mit sehr guten Songs. Ein zeitloses Album, das man sich auch noch nach 2000 richtig gut anhören kann. Tea For Tillerman gehört in die gute Sammlung. Ähnlich stark hörte ich Stevens z. B. auf Teaser And The Firecat und Mona Bone Jakon.

Trackliste

  1. Where Do the Children Play? 3:52
  2. Hard Headed Woman 3:47
  3. Wild World 3:20
  4. Sad Lisa 3:45
  5. Miles from Nowhere 3:37
  6. But I Might Die Tonight 1:53
  7. Longer Boats 3:12
  8. Into White 3:24
  9. On the Road to Find Out 5:08
  10. Father and Son 3:41
  11. Tea for the Tillerman 1:01

Deluxe Edition, Disc 2

  1. Wild World Demo 3:14
  2. Longer Boats Live at the Troubadour 2:51
  3. Into White Live at the Troubadour 3:37
  4. Miles from Nowhere Demo 3:14
  5. Hard Headed Woman Live in Japan 3:57
  6. Where Do the Children Play? Majikat Earth Tour 1976 3:20
  7. Sad Lisa Majikat Earth Tour 1976 3:13
  8. On the Road to Find Out Live at KCET-TV 4:57
  9. Father and Son Yusuf's Café Sessions 4:25
  10. Wild World Yusuf's Café Sessions 3:03
  11. Tea for the Tillerman Live at the BBC 0:50

Rezensent: MP