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Albumbesprechung Thin Lizzy - Black Rose: A Rock Legend

Interpret: Thin Lizzy

Titel: Black Rose: A Rock Legend

Erscheinungsjahr: 1979

Genre: Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 9 von 10 Sternen

(9/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Black Rose: A Rock Legend ist das neunte Studioalbum der irischen Rockband Thin Lizzy. Es erschien im Jahr 1979, ein Jahr nach dem Livealbum Live And Dangerous. Black Rose konnte den Erfolg von Jailbreak übertreffen und gilt als das kommerziell erfolgreichste Album der Band. Es schaffte im UK mit Platz 2 die beste Chartsnotierung der Band.

Auf diesem Album arbeitete Phil Lynott mal wieder mit seinem Kumpel Gary Moore zusammen, der einige bemerkenswerte Gitarrenparts beisteuerte und relativ zeitgleich sein Soloalbum Back On The Streets mit der Erfolgssingle Parisienne Walkways vorlegte. Nach den Aufnahmen zu Black Rose verließ Moore die Band wieder. Ansonsten war die Besetzung von Thin Lizzy relativ stabil geblieben, Gitarrist Scott Gorham und Drummer Brian Downey waren mit dabei, Phil Lynott spielte wie gewohnt Bass und übernahm den Gesang. Als Gäste waren außerdem Huey Lewis (Mundharmonika) und Jimmy Bain (bass) dabei.

Die Songs

Do Anything You Want To startet mit einem schönem Drumgewitter und Bandtypische Twinleads leiten in einen lässigen, groovigen Thin Lizzy Rocksong. Toughest Street in Town legt an Härte zu: das Introriff ist deutlich härter und Lynotts Gesang wirkt vergleichsweise heavy. S&M klingt ungewöhnlich, rhythmisch vertrackt und fast schon funky. Dennoch hört man Lizzy auch hier jederzeit heraus. Waiting for an Alibi gehört, nach meiner Ansicht, zu den besten Thin Lizzy Songs. Lynotts Bass treibt den Song gnadenlos an, dazu gibt es schöne Twin Leads. Der Refrain ist eingängig, die Gitarrensoli brillant. Sarah überrascht als lupenreine Ballade, die immer wieder an der Grenze zur Schnulze vorbeischrammt.

I've Got To Give It Up hört sich autobiographisch an, eine Art Selbstoffenbarung von Lynott. Nicht nur deswegen eines der Highlights der Platte, die Band lässt er richtig gut krachen. Get Out Of Here geht auf eine gelungene Zusammenarbeit von Lynott und Midge Ure zurück. With Love ist der erste Song, der aus meiner Sicht etwas abfällt. Die Band wirkt einfach etwas unentschlossen und legt einen etwas belanglosen Song vor. Besser klingt Róisín Dubh (Black Rose): A Rock Legend. Ein kleiner Opus, der in verschiedene Parts aufgeteilt ist und Traditionals aus Irland zitiert. Das klingt manchmal fast schon ergreifend schön.

Fazit Jeder hat so sein Lieblingsalbum einer Band. Bei Thin Lizzy könnten da typischerweise Jailbreak oder Live And Dangerous genannt werden. Mein Favorit ist Black Rose. Das Album strotzt nur so von guten Melodien, die Gitarrenarbeit ist hervorragend, Lynott befand sich in der Form seines Lebens. Wer gute Rockmusik mag, der sollte zugreifen.

Trackliste

  1. Do Anything You Want To (Lynott) 3:53
  2. Toughest Street in Town (Gorham, Lynott, Moore) 4:01
  3. S&M (Downey, Lynott) 4:05
  4. Waiting for an Alibi (Lynott, Moore) 3:30
  5. Sarah (Lynott, Moore) 4:20
  6. Got to Give It Up (Gorham, Lynott) 4:24
  7. Get Out Of Here (Lynott, Ure) 3:37
  8. With Love (Lynott) 4:38
  9. Róisín Dubh (Black Rose): A Rock Legend (Moore, Lynott) 7:06
    • Shenandoah
    • Will You Go Lassie Go
    • Danny Boy
    • The Mason's Apron

Rezensent: MP