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Albumbesprechung Steve Tibbetts - Natural Causes

Interpret: Steve Tibbetts

Titel: Natural Causes

Erscheinungsjahr: 2010

Genre: Ambient, Weltmusik, ZEN-Musik

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)
Rezension/Review

Natural Causes ist ein Album von Steve Tibbetts. Das Album erschien im Jahr 2010. Steve Tibbetts ist ein Grenzgänger, selbst innerhalb des jazzorientierten Labels ECM besetzt Tibbetts eine gewisse Außenseiterrolle. Tibbetts nimmt sich Zeit, stellenweise sehr viel Zeit. Stilistisch ist das schwer zu beschreiben, auf Anhieb fallen einem da am ehesten Begriffe wie ZEN, Ambient oder Weltmusik ein.

Auf Natural Causes agiert Tibbetts mit seinem langjährigen musikalischen Weggefährten Marc Anderson. Der spielt hier die Percussions ein. Letztlich ist Natural Causes also eine Art Duo-Album. Beschreiben kann man das, wie erwähnt, schwer. Das ist kein Jazz, erinnert aber etwas an Jazz. Tibbetts und Anderson präsentieren eine Art meditative Instrumentalmusik, der Begriff ZEN passt schon gut. Die Instrumentierung verbreitet ein fernöstliches Flair. Tibbetts spielt einige Instrumente, er ist aber in erster Linie als Gitarrist bekannt. Hier verwöhnt er uns vor allem mit Sounds der 12-saitigen Akustikgitarre. Dazu spielt Tibbetts Pianoparts ein, außerdem spielt er auch Kalima und Bouzouki. Anderson konzentriert sich ganz auf das Schlagwerk. Beide ergänzen sich kongenial.

Die 13 Songs bewegen sich zwischen knapp einer Minute und über 6 Minuten. Jeder Track hat seinen eigenen Namen, aber eigentlich könnte man die Songs auch als ein großes Ganzes ansehen. Eine Ausnahme bildet der Song Gulezian, der sich etwas vom Rest abhebt, ähnliches gilt vielleicht noch für den Song Threnody.

Fazit Wie gesagt wirkt diese Musik ungemein ruhig und meditativ. Die fernöstlichen Anteile überwiegen, auch wenn minimale keltische Wurzeln erkennbar sind. Das ist weit entfernt von Aufregung und großer Bewegung, eigentlich ist es eine recht einfach strukturierte Musik, die aber doch orchestral und dicht wirkt. Sie vermittelt ein interessantes Gefühl von Raum, der Platz für eine Innenschau lässt. Tibbetts selbst hat seine Musik aus meiner Sicht recht treffend beschrieben: komplexe kleine Kathedralen.

Trackliste

  1. Sitavana
  2. Padre-yaga
  3. Attahasa
  4. Chandogra
  5. Sangchen Rolpa
  6. Lakshmivana
  7. Manikarnike
  8. Ishvaravana
  9. Gulezian
  10. Kili-ki Drok
  11. Kuladzokpa
  12. Lament
  13. Threnody

Rezensent: MP