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Albumbesprechung Time Machine - Evil

Interpret: Time Machine

Titel: Evil

Erscheinungsjahr: 2001

Genre: Symphonic Metal, Power Metal

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Evil ist der Titel eines Albums der italienischen Band Time Machine. Das Album erschien im Jahr 2001 und bildete den ersten Teil der Eymerich Trilogy.

Lorenzo Deho' war die einzige echte Bandkonstante bei Time Machine. Auf diesem Album wurde er begleitet von Pino Tozzi (Vocals), Joe Taccone (Guitars), Gianluca Ferro (Guitars) und Claudio Riotti (Drums). Deho war verantwortlich für Bass und Keyboards, außerdem waren als Gastmusiker Eddy Antonini (Piano auf Eyes Of Fire), Melody Castellari (Gesang), Roberto Gramegna (Keyboards, Programming) und Max Lotti (zusätzliche Gitarre auf Evil Lies) dabei. Soviel zu den Musikern.

Deho' begann mit dem Album eine Trilogie, basierend auf der Novelle Cherudek von Valerio Evangelisti. Diese Album Evil war sozusagen das erste Buch. Musikalisch bot die Band einen Mix aus Power Metal und symphonischen Prog-Metal. Deho' beschrieb den Bandsound in einem Interview einmal so:

heavy rock, with a good dose of classic metal, a strong injection of progressive vibe, fairly technical, melodic, often dark, diverse. if that makes sense at all…

Das macht durchaus Sinn und beschreibt den Stil ganz gut. Das ganze wird in der Regel mit den klassischen Elementen Gitarre, Bass und Schlagzeug heavy angetrieben. Dazu kommen symphonische Elemente, welche sich im modernen Metal durchgesetzt haben und dementsprechend auch als Symphonic Metal abgefeiert werden. Wem es gefällt…

Damit bin ich schon bei dem, was mich im Kern etwas stört. Das sind genau diese pseudo-symphonischen Einwürfe und die etwas pathetischen Refrains vor einem Heavy Background. Mir gefällt das weniger gut, zumindest was den Großteil des Materials ausmacht. Passend wirkt das auf den relativ kurzen Songs Gerona und Silent Bells, welche man als Ouvertüre und Coda bezeichnen könnte. Dazwischen findet man Power Metal Songs mit einen Hang zu eingängigen Refrains und den vorgenannten symphonischen Andickungen. Abgesehen von dem starken Block, bestehend aus den Songs Eyes Of Fire, Ecclesia Spiritualis und Neghentro, wirkt das alles nicht sehr überzeugend.

Dafür legt Deho' mit diesen drei Songs gutes Material vor. Bei Eyes Of Fire wirken die Programming Sounds zumindest nicht so störend, das rumpelt hart und vor allem rhythmisch interessant vor sich hin. Ecclesia Spiritualis überzeugt als angenehm komplexes Instrumental und Neghentropia ist eine angenehme Atmoballade, welche an Queensryche erinnert.

Fazit Time Machine überzeugen mich persönlich mit dem Album nicht komplett. Intro und Outro gehen in Ordnung und der Block Eyes Of Fire, Ecclesia Spiritualis und Neghentropia zeigt die Band von ihrer stärksten Seite. Ansonsten erhält man wenig aufregenden Symphonic-Power Metal mit manchmal fast schon zwanghaft eingängigen und unnötig pathetischen Refrains. Schade, die Idee dieser Trilogie ließ etwas mehr erhoffen.

Trackliste

  1. Gerona 0:37
  2. Where's my Heaven? 6:24
  3. Army of the Dead 5:35
  4. Eyes of Fire 6:38
  5. Ecclesia Spiritualis 4:08
  6. Neghentropia 1:41
  7. Evil Lies 7:31
  8. Angel of Death 4:49
  9. Hailing Souls 5:55
  10. Silent Bells 0:28

Rezensent: MP

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