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Albumbesprechung U2 - The Joshua Tree

Interpret: U2

Titel: The Joshua Tree

Erscheinungsjahr: 1985

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

The Joshua Tree war das fünfte Album von U2. Das Album erschien im Jahr 1985 und stellt einen Meilenstein der Banddiskographie dar. U2 schafften mit diesem Album weltweit den Durchbruch. Die drei Songs With Or Without You, I Still Haven't Found und Where The Street Have No Names wurden zu Trademarksongs der Band, gleichzeitig läuteten Sie aber auch eine gewisse Abkehr von alten Sounds ein. Insgesamt klang das weniger rau als zuvor, die Band ließ in stärkerem Maß US-amerikanische Einflüsse hören. Fans und Kritiker kamen gut mit dem Album zurecht, es gab massenhaft gute Kritiken und die Verkaufszahlen waren beachtlich (über 20 Millionen verkaufte Exemplare).

Die Songs

"Where the Streets Have No Name" eröffnet das Album und stellt einen der größten Hits der Band dar. Die Rezeptur, einschmeichelnde Delay Sounds von The Edge und Bonos geschmeidige Stimme, funktioniert hervorragend. "I Still Haven't Found What I'm Looking For" und "With or Without You" schließen stilistisch nahtlos an. Zu den drei Songs muss man nicht viel sagen. Interessant vielleicht die Tatsache, dass einiges auf dem Material stark von der damals schwierigen persönlichen Situation Bonos geprägt war. Dessen Ehe befand sich in einer schweren Krise, der Songtitel With Or Without You wirkt daher fast schon selbsterklärend. Diese Songs an sich kann man allesamt als Popklassiker bezeichnen. "Bullet the Blue Sky" bringt etwas Abwechslung. Eine rhythmisch schwere und schleppende Nummer mit wuchtigen Drums und fetten Gitarrensounds. "Running to Stand Still" ist eine schöne balladeske Nummer mit melancholischem Unterton.

"Red Hill Mining Town" ist ein schöner stimmungsvoller Song mit leichten Soul-Anleihen und retro-rockiger Ausrichtung. "In God's Country" überrascht einmal mehr. Eine vordergründige Akustikgitarre und typische Edge E-Gitarrensounds prägen diesen Song, der durchaus etwas vom US-amerikanischen Singer Songwriter Rock der Marke Springsteen hat. "Trip Through Your Wires" beginnt wieder mit wuchtigen Drumsounds, dazu setzt eine wilde Harp ein, welche dem Song einen Folk-Blues Charakter gibt. "One Tree Hill" ist ein stimmungsvoller Popsong, der mich etwas an die Simple Minds erinnert. Den Song an sich widmete die Band einem Bandroadie, welcher kurz zuvor mit dem Motorrad tödlich verunglückte. "Exit" ist einer der interessantesten Tracks des Albums, gut gemacht die dynamischen Spielereien von laut bis leise und die leicht schrägen Elemente. Ebenfalls außergewöhnlich wirkt "Mothers of the Disappeared" mit Anspielungen an die Electronic-Music und fernöstlichen Harmonien.

Fazit The Joshua Tree ist das Überalbum von U2, es hat einige Rekorde geschafft und U2 zu Megastars gemacht. Die ersten drei Songs des Albums sind Klassiker der Rockmusik, für viele Fans rechtfertigten sie den Kauf des Albums. Aber das würde zum guten Album kaum reichen, gute Songs wie Bullet The Blue Sky, Red Hill Mining Town und In God's Country ergänzen das legendäre Dreierpaket und machen das Album somit zum Pflichtkauf.

Trackliste

  1. Where the Streets Have No Name 5:37
  2. I Still Haven't Found What I'm Looking For 4:37
  3. With or Without You 4:56
  4. Bullet the Blue Sky 4:32
  5. Running to Stand Still 4:18
  6. Red Hill Mining Town 4:52
  7. In God's Country 2:57
  8. Trip Through Your Wires 3:32
  9. One Tree Hill 5:23
  10. Exit 4:13
  11. Mothers of the Disappeared 5:14

Rezensent: MP