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Albumbesprechung U2 - Zooropa

Interpret: U2

Titel: Zooropa

Erscheinungsjahr: 1993

Genre: Rock, Alternative-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Zooropa war das achte Studioalbum von U2. Es entstand 1993 in der experimentelleren Phase der Band. Da waren weniger klassische U2 Sounds zu hören, als vielmehr elektronische Klangspielereien und Dancefloor-Sounds. Damit konnte die Band die Kritiker durchaus überzeugen. Für das Album wurden insgesamt hohe Bewertungen abgegeben. Es gab einen Grammy als bestes Alternative-Album. Kommerziell lief das Album gut, es soll sich bis heute ca. 8 Millionen mal verkauft haben.

Die Songs

"Zooropa" beginnt mit Soundspielereien, dann bricht das Album in einen midtempo Song auf. Wieder einmal so eine Sache, welche mich irgendwie an Bowie-Eno-Lanois erinnert. Von "Babyface" bleibt vor allem etwas von einem Kinderlied mit Bowie-ähnlichen Gesangslines hängen, auch wenn sich die Band hier in einen rockigen Part steigert. "Numb" ist eine Art Techno-Rap mit The Edge, der unzählige Don'ts einbringen darf. "Lemon" wird durch Falsett-Gesang von Bono und Gitarrenklangfetzen von The Edge bestimmt, "Stay (Faraway, So Close!)" wurde erfolgreich ausgekoppelt. Ein schöner Song mit relativ sparsamer Instrumentierung. Ich will nicht immer auf Bowie anspielen, aber das hat wieder etwas aus seiner Berlin Phase.

"Daddy's Gonna Pay for Your Crashed Car" beginnt dramatisch. Danach scheppert es relativ modern dancemäßig mit leichten Industrial-Anleihen. "Some Days Are Better Than Others" klingt sehr relaxt. Zurückhaltende Drums und eine prägnante Basslinie bestimmen den Song zu Beginn, darüber singt Bono sonor und Edge steuert witzige Sounds bei. "The First Time" ist ein balladesker Song, der sich permanent steigert letztlich relativ dramatisch wirkt. "Dirty Day" klingt über ein einfaches Grundriff wieder sehr experimentell. Darüber singt Bono interessante Linien, außerdem werden einige Soundgimmicks eingestreut. "The Wanderer" ist ein außergewöhnlicher Track, auf dem Country-Star Johnny Cash zu einer wabernden Synthesizer Melodie singt.

Fazit Wie eingangs erwähnt, liefert die Band auf Zooropa keine/wenige klassische U2-Sounds ab. Man hat das Album oft dem Alternative Rock zugeordnet, wobei die Band kaum nach dem klingt, was man als Fan so als Alternative bezeichnen würde. Aber egal, U2 klingen anders als früher und experimentieren viel. Ich persönlich bin ein Fan der klassischen U2. So gesehen gefällt mir das Album im Vergleich zu älteren Alben nicht so gut. Allerdings gehen die Experimente weitestgehend in Ordnung und die Band liefert ein interessantes und zeitgemäßes Album mit ordentlichem Inhalt ab.

Trackliste

  1. Zooropa 6:31
  2. Babyface 4:01
  3. Numb 4:20
  4. Lemon 6:58
  5. Stay (Faraway, So Close!) 4:58
  6. Daddy's Gonna Pay for Your Crashed Car 5:20
  7. Some Days Are Better Than Others 4:17
  8. The First Time 3:45
  9. Dirty Day 5:24
  10. The Wanderer (featuring Johnny Cash) 5:41

Rezensent: MP