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Albumbesprechung Whitesnake - Good To Be Bad.

Interpret: Whitesnake

Titel: Good To Be Bad

Erscheinungsjahr: 2008

Genre: Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Good To Be Bad ist das elfte Studioalbum von Whitesnake, das Album erschien im Jahr 2008. Es ist gut, mal wieder etwas Neues von der Band zu hören. Das letzte Album mit ganz neuen Songs war Restless Heart aus dem Jahr 1997. Danach gab es auf Live: In The Shadow Of The Blues nur vier neue Songs. Aber das Warten hat sich gelohnt, Whitesnake melden sich mit Good To Be Bad eindrucksvoll zurück. Das Album konnte hoch charten und zählt, was die Chartplatzierung angeht, zu den erfolgreicheren Whitesnake Alben. Auch die Kritiker waren insgesamt recht angetan von dem Album.

Die Besetzung ist nahezu identisch mit der auf Live: In The Shadow Of The Blues. Coverdale ist das einzige verbliebene Gründungsmitglied der Band. Dazu kommen die Gitarristen Doug Aldrich und Reb Beach, Bassist Uriah Duffy und Keyboarder Timothy Drury. Einzig Drummer Chris Frazier war auf In The Shadow noch nicht dabei. Die Songs auf diesem Album stammen von Coverdale und Aldrich. Musikalisch geht die Band zurück zu den Wurzeln - harter Gitarrenrock mit Bluesroots. Das klingt vergleichsweise retro, klingt andererseits aber auch überraschend frisch und modern.

Best Years klingt wie eine Heavy Version des Blues-Rockers Whipping Post von den Allman Brothers. Can You Hear the Wind Blow klingt nach klassischem Hard-Rock Richtung Rock You Like A Hurricane. Call on Me rockt etwas schwerer mit einer dunklen und basslastigen Note. Die notwendige Ballade folgt mit All I Want All I Need, der Titelsong Good to Be Bad geht dann wieder straight und hart rockend ab.

All for Love bildet so etwas wie das Kernstück des Albums mit viel typischen Whitesnakesounds, aber auch einem nach Thin Lizzy klingenden klassischen Powerchordriff. Summer Rain kühlt das Gemüt schlagartig ab. Wieder eine Ballade - dieses Mal mit Akustikgitarren. Das klingt stark nach 70er Jahre Pop, gesanglich könnte das auch von Bonnie Tyler stammen (was nicht abwertend gemeint ist!). Lay Down Your Love beginnt mit schönem Satzgesang und wird von einem fetten Gitarrenriff in einen wiederum recht klassischen Whitesnakesound geführt. A Fool in Love beginnt interessant mit einer Art Radiosound. Der Song hat viel Blues, besitzt aber auch einen sehr eingängigen rockigen Refrain. Got What You Need geht dann härter und schneller zur Sache. 'Til the End of Time ist eine schöne akustische Nummer mit leicht folkigem Einschlag. Das erinnert auch wieder an klassische Bands der frühen 1970er.

Fazit Nach dem eher mäßigen Live: In The Shadow Of The Blues hatte ich persönlich Whitesnake schon etwas abgeschrieben. Irgendwie hatte Coverdale nach den guten klassischen Alben nichts mehr besonderes auf die Beine gestellt. Mit dem Album Good To Be Bad kann der Meister aber wieder einmal überzeugen. Das liegt wohl auch an der Band. Die Rhythmussektion Duffy und Frazier spielt auf den Punkt, Keyboarder Drury füllt die Lücken, welche ihm die routinierten Gitarristen Reb Beach und Doug Aldrich lassen. Das ergibt in der Summe eine exzellente Bandleistung. Der Sound stimmt, die Songs passen. Sehr empfehlenswert.

Trackliste

  1. Best Years 5:16
  2. Can You Hear the Wind Blow 5:02
  3. Call on Me 5:01
  4. All I Want All I Need 5:42
  5. Good to Be Bad 5:13
  6. All for Love 5:14
  7. Summer Rain 6:15
  8. Lay Down Your Love 6:01
  9. A Fool in Love 5:14
  10. Got What You Need 4:14
  11. 'Til the End of Time 5:32

Rezensent: MP