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Albumbesprechung Whitesnake - Trouble

Interpret: Whitesnake

Titel: Trouble

Erscheinungsjahr: 1978

Genre: Hard-Rock, Blues-Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Mit dem Album Trouble legte die Band Whitesnake 1978 genau genommen ihr erstes Werk vor, auch wenn zuvor bereits eine EP mit dem Titel Snakebite erschien. Das Erscheinungsjahr 1978 gilt auch als das offizielle Gründungsjahr der Band bzw. des Projektes von David Coverdale. Das machte es eigentlich nicht leicht für die Band, denn irgendwie musste sich Whitesnake zumindest in den Anfängen immer mit Deep Purple vergleichen lassen. Das Debütalbum besitzt natürlich gewisse Ähnlichkeiten zu den Alben der späten Deep Purple Phase. Allerdings zeigte sich Coverdale musikalisch noch breiter aufgestellt, was gleichzeitig etwas unentschlossen wirkte.

Take Me With You eröffnet das Album flott und rockig. Gewisse Ähnlichkeiten zu Deep Purple kann man erkennen, qualitativ erreicht der Song aber nie das Niveau alter Purple Songs. Love To Keep You Warm ist ein grooviger Song, der etwas an Bad Company erinnert. Lie Down (A Modern Love Song) ist ein härterer Rock'n'Roll, der wieder entfernt an Deep Purple erinnert. Day Tripper ist ein nettes Cover des Beatles Songs, der flotte Night Hawk (Vampire Blues) überzeugt vor allem durch die guten Instrumentalparts.

The Time Is Right For Love ist ein relaxt groovender klassischer Rocksong, der gewisse Parallelen zu Thin Lizzy aufweist. Der Titelsong Trouble hat eine einschmeichelnde balladeske Wirkung. Belgian Tom's Hat Trick ist instrumental gehalten. Die Ideen sind ordentlich, aber dem Song fehlen die großen Ideen. Free Flight ist ein harter rhythmischer Rocker. Das kommt altem Deep Purple Material schon sehr nahe. Der harte Blues-Rock Don't Mess With Me beendet das Album.

Fazit Für das offizielle Debütalbum der Band Whitesnake versammelte Coverdale mit Murray, Moody und Marsden drei gute und gestandene Musiker um sich. Dadurch gibt es am musikalischen Vortrag auch wenig zu mäkeln. Besonders auffällig ist dabei das knarzige Bass-Spiel von Neil Murray. Der sorgt für eine gehörige Portion Drive. Im Übrigen überrascht das Album aber kaum, den Songs fehlen die zündenden Ideen und Coverdale wirkte noch etwas unentschlossen.

Trackliste

  1. Take Me With You (David Coverdale, Micky Moody) 4:45
  2. Love to Keep You Warm (Coverdale) 3:44
  3. Lie Down (A Modern Love Song) (Coverdale, Moody) 3:14
  4. Day Tripper (John Lennon, Paul McCartney) 3:47
  5. Night Hawk (Vampire Blues) (Coverdale, Bernie Marsden) 3:39
  6. The Time Is Right for Love (Coverdale, Moody, Marsden) 3:26
  7. Trouble (Coverdale, Marsden) 4:48
  8. Belgian Tom's Hat Trick (Moody) 3:26
  9. Free Flight (Coverdale, Marsden) 4:06
  10. Don't Mess With Me(Coverdale, Moody, Marsden, Neil Murray, Jon Lord, Dave Dowle) 3:25

Bonus Tracks, Remaster CD 2006 (stammen von der EP Snakebite)

  • Come On (Coverdale, Marsden) 3:32
  • Bloody Mary (Coverdale) 3:21
  • Steal Away (Coverdale, Moody, Marsden, Murray, Pete Solley, Dowle) 4:19
  • Ain't No Love in the Heart of the City (Michael Price, Dan Walsh) 5:06
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Rezensent: MP