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Albumbesprechung The White Stripes - Get Behind Me Satan

Interpret: The White Stripes

Titel: Get Behind Me Satan

Erscheinungsjahr: 2005

Genre: Glam-Rock, Indie-Rock, Retro-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Get Behind Me Satan ist das fünfte Album der Band The White Stripes. Das Album erschien im Jahr 2005. Die White Stripes gehören zu den Kritikerlieblingen, auch dieses Album wurde geradezu mit Lob überhäuft. 2006 gab es den Grammy als Best Alternative Music Album im Jahr 2006. Auch kommerziell lief das Album gut, es stieg in den USA und im UK bis auf Platz 3 der Charts.

Jack White, der Kopf der Band, nahm dieses Album in seinem eigenen Studio auf, gemixt wurde es in einem Studio in Memphis. White schrieb alle Songs und spielte sie mit Meg White zusammen ein. Die beiden musizieren bekanntlich etwas rückwärtsgewandt im Geist der 1960er und 1970er. Mit dem Album verabschiedete sich die Band allerdings von den eher schweren Gitarrensounds des Vorgängeralbums Elephant, dafür gibt es mehr Pianoparts und mehr Experimente.

Die Songs:

  • "Blue Orchid" eröffnet das Album in einem Mix aus Glamrock und Garagenrock.
  • "The Nurse" beginnt mit einer Art Marimbasound. Größtenteils wirkt der Song sehr getragen und wird immer wieder mit experimentellen Einlagen gewürzt.
  • "My Doorbell" beginnt mit dem typischen minimalistischen Drumming von Meg White. Der Song selbst ist ganz witzig gemacht, so etwas hätte durchaus von den Faces stammen können.
  • Die schräge Ballade "Forever for Her (Is Over for Me)" atmet wieder 1960er Luft.
  • "Little Ghost" ist eine schrille Akustiknummer, die mich an den experimentierfreudigen John Lennon erinnert.
  • "The Denial Twist" klingt nach 1960/1970er Sounds. Der Song hätte gut auf ein Album der Stones oder Faces, aber auch einer 1970er US-Rockband gepasst.
  • "White Moon" ist eine etwas dramatische Pianoballade.
  • "Instinct Blues" wurde für den Film The Science Of Sleep genutzt. White schrieb hier einen harten Blues im 60's Stil.
  • "Passive Manipulation" ist eine kurze und lustige Pianonummer. Wieder ein Song, der durchaus von den Faces oder den Beatles hätte stammen können.
  • "Take, Take, Take" ist ein Song, der von Akustikgitarre und Piano getragen wird. Wieder erinnert mich das stark an Bands wie die Faces.
  • "As Ugly as I Seem" ist eine reine Akustiknummer, Jack White singt und spielt Akustikgitarre.
  • "Red Rain" beginnt mit Slidegitarre und harten Gitarrenakzenten. Es ist eine relativ psychedelische Nummer, die mich an Arbeiten von Led Zeppelin erinnert.
  • Beendet wird das Album mit der schönen Pianoballade "I'm Lonely (But I Ain't That Lonely Yet)".

Fazit Manchmal kann ich den Hype um bestimmte Künstler bzw. Alben nicht so ganz verstehen. Jack White/The White Stripes gehören dazu. Zweifellos legt Jack White gute Songs vor, er funktioniert im Team mit Meg gut. Und Jack White ist im positiven Sinn ein absoluter Music-Maniac. Aber er arbeitet eben auch sehr rückwärtsgewandt und erinnert damit überdeutlich an Acts aus den 1960ern und 1970ern. Das erinnert mich oft an die Small Faces, manchmal an Led Zeppelin, die Stones und so weiter und so fort. Es ist letztlich nur ein Retro-Album, heute nennt man so etwas Indie oder Alternative.

 

Trackliste

  1. Blue Orchid 2:37
  2. The Nurse 3:47
  3. My Doorbell 4:01
  4. Forever for Her (Is Over for Me) 3:15
  5. Little Ghost 2:18
  6. The Denial Twist 2:35
  7. White Moon 4:01
  8. Instinct Blues 4:16
  9. Passive Manipulation 0:35
  10. Take, Take, Take 4:22
  11. As Ugly as I Seem 4:10
  12. Red Rain 3:52
  13. I'm Lonely (But I Ain't That Lonely Yet) 4:19

Rezensent: MP