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Albumbesprechung The Who - Quadrophenia

Interpret: The Who

Titel: Quadrophenia

Erscheinungsjahr: 1973

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Quadrophenia ist das sechste Studioalbum der Band The Who. Das Album erschien im Jahr 1973. Erneut wagte sich die Band an eine Art Konzeptalbum. Ähnlich wie bei Tommy gibt es in Jimmy einen Protagonisten. Allerdings behandelt die Story eher soziokulturelle Phänomene der Zeit um 1964 und 1965 - speziell die Spannungen zwischen Mods und Punkern in der Gegend um London und Brighton/England. Kommerziell war Quadrophenia ein guter Erfolg. Das Album erreichte Rang 2 der US-Billboard Charts und in den UK Charts. In den USA war dies gleichzeitig die beste Platzierung, welche ein Who Album erreichen konnte.

Quadrophenia könnte man als ein persönliches Album beschreiben. Pete Townshend beschreibt die Situation in und um "sein" London der 1960er. Der Protagonist der Geschichte, Jimmy, ist Mod und ist im Prinzip ein schizophrener Typ. Er besitzt vier Persönlichkeiten, die wiederum von den vier Bandmitgliedern dargestellt werden. Ähnlichkeiten mit deren realen Persönlichkeiten sind dabei beabsichtigt. Jimmy hat die typischen Probleme mit dem Erwachsenwerden. Probleme mit den Eltern, mit dem Umfeld, im Job und die Ablehnung, die ihm entgegenschlägt. Jimmy wird zum Mod und sucht dort Bestätigung. Die vermeintliche Bestätigung im Umfeld der Mods stellt sich aber als Trugschluss heraus. Jimmy flieht nach Brighton, stiehlt ein Boot und landet auf einem Felsen. Dort begann die Erzählung der Geschichte und dort endet sie. Der Film beschreibt diese Geschichte und die Kämpfe zwischen Mods und Punkern.

Fazit Auch für Quadrophenia gilt: um einen Eindruck zu erhalten, muss man das gesamte Werk betrachten. Hier geht das aus meiner Sicht noch etwas weiter, als es bei Tommy der Fall war. Die Musik funktioniert in Verbindung mit der Verfilmung extrem gut, ohne diese Verbindung verpufft dagegen die Wirkung der Musik. Irgendwie klingt dann alles etwas unverbindlich. Nicht, dass das Songwriting schlecht wäre. Im Gegenteil: die Songs sind allesamt solide gemacht und sie funktionieren in Verbindung mit der Story gut, aber als Stand Alone Tracks weniger. Es fehlen auch die großen Songs eines Kalibers Pinball Wizard, aber das braucht man für einen Soundtrack eigentlich auch nicht. Wie gesagt: als Soundtrack funktioniert das Ganze gut, als isoliert betrachtetes Album durchschnittlich.

Trackliste

  1. I Am The Sea
  2. The Real Me
  3. Quadrophenia
  4. Cut My Hair
  5. The Punk And The godfather
  6. I'm One
  7. The Dirty Jobs
  8. Helpless Dancer
  9. Is It In My Head
  10. I've Had Enough
  11. 5:15
  12. Sea And Sand
  13. Drowned
  14. Bell Boy
  15. Doctor Jimmy
  16. The rock
  17. Love Reign' O'er Me

Rezensent: MP