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Albumbesprechung Wishbone Ash - Pilgrimage

Interpret: Wishbone Ash

Titel: Pilgrimage

Erscheinungsjahr: 1971

Genre: Rock, Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Pilgrimage ist das zweite Album der britischen Band Wishbone Ash. Das Album erschien im Jahr 1971. Bei der Band konnte man eine gewisse Weiterentwicklung beobachten. Wishbone Ash schafften es, sich vom typischen harten Boogie-Rock etwas abzusetzen.

Aufgenommen wurde das Album vom ersten klassischen Line-Up mit Martin Turner (bass, vocals), Andy Powell (guitar, vocals), Ted Turner (guitar, vocals) und Steve Upton (drums)

Das Album war wieder recht erfolgreich, im UK sprang Rang 12 der Charts heraus. Auch die Kritiker waren voll des Lobes und bewerteten Pilgrimage in der Regel höher als das Debütalbum.

Das Album wird überraschend eröffnet. "Vas Dis" geht fast schon jazzrockig ab, dazu gibt es scatähnliche Gesänge, welche den Twin-Leads folgen. Die Fremdkomposition ist gut umgesetzt. Der Titelsong "The Pilgrim" fängt toll an - Bass und Gitarre spielen eine Basic-Line, darüber gibt es leicht psychedelisch anmutende Gitarrenleads. Das trägt einen fast drei Minuten so dahin, bis die Band Gas gibt. "Jail Bait" legt an Härte zu, die Band präsentiert einen zeittypischen Boogie-Rock.

"Alone" erinnert mit einer süßlichen Popnote an den 1960er Beat. Das Instrumental "Lullaby" hat tatsächlich etwas von einem Wiegenlied - einschmeichelnd, mit bemerkenswert schönen Gitarrenparts. "Valediction" übernimmt das Thema von Lullaby. Dazu gibt es ausgefeilte Vocalbeiträge und viele folkige Elemente. Mit "Where Were You Tomorrow" langt die Band dann wieder mit einem Boogie-Rock hin, das erinnert etwas an die frühen Status Quo.

Fazit Pilgrimage ist eine Weiterentwicklung gegenüber des Debütalbums. Allerdings lässt sich die Band auch dazu hinreißen, mit Where Were You Tomorrow einen tausendfach gehörten bluesigen Boogie-Rock zu präsentieren. Jail Bait ist vergleichbar, kann aber mit komplexeren Ideen punkten. Dafür ist die Interpretation von Vas Dis richtig gut gelungen, The Pilgrim ist aus meiner Sicht einer der aufregendsten und stärksten Songs der Band. Dazu gibt es mit Lullaby ein schönes folkiges Instrumental. Von der Bandbreite her ist Pilgrimage dem Debütalbum zweifellos überlegen, insgesamt waren die Songs auf dem Debütalbum aber kaum schwächer. Von daher liegen beide Alben auch auf Augenhöhe.

Trackliste

  1. Vas Dis (Jack McDuff) 4:41
  2. The Pilgrim 8:30
  3. Jail Bait 4:41
  4. Alone 2:20
  5. Lullaby 2:59
  6. Valediction 6:17
  7. Where Were You Tomorrow 10:23

Rezensent: MP