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Albumbesprechung Wishbone Ash - Wishbone Four

Interpret: Wishbone Ash

Titel: Wishbone Four

Erscheinungsjahr: 1973

Genre: Rock, Folk-Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Wishbone Four ist der Titel des vierten Studioalbums der Band Wishbone Ash. Das Album erschien im Jahr 1973.

Wishbone Four war das letzte Album der so genannten Mk 1 Besetzung mit Ted Turner (Lap Steel, Gitarren, Gesang), Andy Powell (Gitarren, Gesang), Martin Turner (Bass, Gesang) und Steve Upton (Schlagzeug). Ted Turner verließ im Verlauf der anschließenden Tournee die Band, er wurde durch Laurie Wisefield ersetzt.

Wishbone Four ist ein schwieriges Album, in der Regel wird es als das schwächste Album der klassischen MK 1 Besetzung betrachtet. Tatsächlich schien die Band etwas ausgelaugt. Was sie vorlegte, war ein Album mit relativ wenigen interessanten komplexen Momenten. Dafür gab es viel zeitgemäßen Folk-Rock und zwei etwas austauschbare Rocksongs.

Ähnlich wie Led Zeppelin zogen sich Wishbone Ash in ein Cottage in Wales zurück. Das Ergebnis war allerdings durchwachsener als jenes der Zeppeline. Man könnte es auf einen Nenner bringen: die Band klang selten zuvor so eingängig und gleichzeitig kraftlos. Progressive Elemente waren praktisch Fehlanzeige. Die Band verzichtete zwar nicht auf Verbindungen zum Folk, das klang aber in der Regel nicht so verspielt bzw. proggy wie zuvor.

Die Songs

"So Many Things" eröffnet das Album zunächst relativ druckvoll. Allerdings ist der Song recht simpel aufgebaut, die Slideparts wirken etwas überladen.

"Ballad Of A Beacon" ist so ein zeitgemäßer Folk-Rocksong mit allenfalls subtiler psychedelischer Note.

Mit "No Easy Road" folgt der nächste druckvollere Song. Der Boogie Rock überrascht mit einem R&B Feel, wirkt aber dennoch etwas austauschbar.

Das Problem des Albums wird mit dem längeren Song "Everybody Needs a Friend" klar. Eigentlich waren gerade solche Songs eine der Stärken der frühen Ash, hier klingt das aber fade und blutleer.

"Doctor" war der Opener der damaligen zweiten LP-Seite. Wieder nutzte die Band einen rockigen Song als Opener. Bei allen Anleihen an Pete Townshend kann die Band nicht mit The Who und Co. mithalten.

"Sorrel" knüpft mit einer Folk-Note am ehesten an Argus-Material an.

"Sing Out The Song" mit seinem unverbindlichen Lap-Steel Country Feel wirkt wie ein Totalausfall.

"Rock'n'Roll Widow" bildet den Abschluss. Auch hier könnte man sagen, die Band knüpft an alte Sounds an, ohne die Qualität alter Werke halten zu können.

Fazit Klammert man das völlig verunglückte Sing Out The Song aus, ist Wishbone Four im Grunde genommen ein ordentliches Album. Aber leider ist es auch nie mehr. Im Vergleich zu den Vorgängeralben ist Wishbone Four eine kraftlose Vorstellung und das schwächste Album der MK1 Besetzung.

Trackliste

  1. So Many Things to Say 5:06
  2. Ballad of the Beacon 5:04
  3. No Easy Road 3:48
  4. Everybody Needs a Friend 8:24
  5. Doctor 5:53
  6. Sorrel 5:03
  7. Sing Out the Song 4:24
  8. Rock 'n Roll Widow 5:50

Alle Songs Wishbone Ash

Rezensent: MP