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CD Kritik Jon Allen - Sweet Defeat

Interpret: Jon Allen

Titel: Sweet Defeat

Erscheinungsjahr: 2011

Genre: Singer Songwriter, Folk

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Sweet Defeat ist das zweite Album des englischen Singer Songwriters Jon Allen. Das Album wird in Deutschland am 24.06.2011 erscheinen.

Jon Allen legte 2009 sein Debütalbum vor und erhielt dafür vor allem in Großbritannien sehr gute Kritiken. Der Song Going Home wurde für die Werbung des damals neuen Landrovers genutzt und entwickelte sich in der Folge zum Download Hit. Allen tourte danach durch Europa und konnte auch außerhalb Englands auf sich aufmerksam machen.

Musikalisch gibt sich Allen traditionsbewusst. Er klingt nach klassischen Singer Songwritern, zitiert dabei weniger den klassischen englischen Folk, als vielmehr US-Singer Songwriter der späten Sechziger und frühen Siebziger Jahre. Musikalisch schöpft Allen dabei aus Blues, Jazz und Country sowie Soul und Gospel.

Die Songs:

"Joanna" klingt wie ein Mix aus Westcoast Popsong mit Countryroots, so in Richtung America und Eagles. "Stealing Away" erinnert an Billy Joel Strukturen, "Time To Cry" groovt im Stil des frühen Neil Young und "Broken Town" erinnert mit Tremologitarre und den Orgelsounds entfernt an Van Morrison Songs.

Dem Country-Blues gibt Allen auf "Lucky I Guess" Raum. Das klingt originär und hat etwas von Dylan und J. J. Cale. "Think Of You" wirkt feierlich und knüpft wieder an klassische Singer Songwritersounds an, wieder geben die Orgelsounds dem Ganzen einen gospeligen Charakter. Der Titelsong "Sweet Defeat" orientiert sich ebenfalls etwas am Soul-/Gospel a la Van Morrison.

"Love's Made A Fool Out Of Me" ist eine schöne Ballade, deren Akkordfolge Beatles Flair verbreitet. Eine schöne Fingerpickingballade folgt mit "Here Tonight". Auf "No One Gets Out Of Here Alive" wirkt Allen rockig, man könnte inhaltlich gewisse Anspielungen auf Dylans Ballad Of A Thin Man unterstellen. Aber das klingt recht eigenständig und eindrucksvoll, die Vokalharmonien haben wieder diesen Touch Americana. Eine schöne klassische Folkpickingnummer folgt mit "Last Orders". Hier treffen klassischer englischer und US Folk aufeinander, für mich bildet der Song eines der Highlights des Albums.

Fazit Allen pflegt auf Sweet Defeat die ruhigeren Töne, lediglich auf No One Gets Out Of Here geht er etwas sich heraus. Allens leicht raue Stimme passt in jeder Situation gut zum Material. Musikalisch bewegt sich Allen schwerpunktmäßig im Bereich späte 1960er und frühe 1970er mit klaren Tendenzen Richtung USA. Die Vokalharmonien erinnern mich häufig an America und Eagles. Die Songstrukturen gehen stellenweise Richtung Billy Joel, in souligen Passagen kommt immer wieder Van Morrison Feeling auf. Was herauskommt, ist ein schönes Album mit angenehmen Songs.

Trackliste

  1. Joanne (4:03)
  2. Stealing Away (2:45)
  3. Time To Cry (3:15)
  4. Broken Town (4:26)
  5. Lucky I Guess (3:29)
  6. Think Of You (3:33)
  7. Sweet Defeat (3:47)
  8. Love's Made A Fool Out Of Me (3:08)
  9. Here Tonight (4:00)
  10. No One Gets Out Of Here Alive (4:45)
  11. Last Orders (3:31)

Rezensent: MP