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Albumbesprechung Sheryl Crow - Detours

Interpret: Sheryl Crow

Titel: Detours

Erscheinungsjahr: 2008

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Detours ist das sechste Album von Sheryl Crow. Mit dem Album kehrte Sheryl Crow teilweise wieder zu ihren Wurzeln zurück. Musikalisch war alles im Lot, die Kritiker waren mehrheitlich sehr angetan vom Album. Tatsächlich legte Sheryl Crow ein frisches Album vor, das aber auch viel klassischen Folk anbietet und stellenweise erstaunlich politisch klang. Detours lief chartmäßig ordentlich. In knapp einem halben Jahr verkauften sich ca. 500.000 Alben. Das ist in der modernen Downloadzeit eine gute Zahl.

Die Songs

"God Bless This Mess" orientiert sich stark retrogerichtet an klassischem Folk und Bob Dylan. "Shine Over Babylon" donnert mit einem wuchtigen Drumbeat ordentlich los. Das verleiht dem Folk-Rock Song viel Kraft und lässt bisweilen ein fast hymnisches Feeling aufkommen. "Love Is Free" ist ein netter Song mit Anleihen an 1960er Stax- und Motown Sounds, wobei die Single-Note Gitarrenlinie reggaemäßig klingt. "Peace Be Upon Us" besitzt einen starken Ethno-Touch, der vor allem durch Ahmed Al Hirmis Mitarbeit erklärbar ist. "Gasoline" erinnert sehr an die Rolling Stones. Leider fehlt etwas die Dynamik. Mit "Out of Our Heads" folgt ein unaufregender Pop-Song.

"Detours " ist eine schöne folkige Nummer, die vom Aufbau ganz entfernt an I'm On Fire vom Boss erinnert. "Now That You're Gone" ist wieder ein Song, der etwas an klassische Motown Sounds erinnert. "Drunk with the Thought of You" besitzt eine folkige Attitüde und erinnert so an klassische Singer Songwriter. "Diamond Ring" ist ein balladesker Song, der aber etwas spannungsarm wirkt. "Motivation" groovt gut und macht Laune. Der Song erinnert an frühere Perlen von Sheryl. "Make It Go Away (Radiation Song)" klingt interessant. Nach einem verhaltenenen bluesigen Beginn gibt es einige überraschende Soundexperimente, später nähert sich der Song wieder dem klassischen Folk. "Love Is All There Is" klingt eingängig. Der Popsong ist aber gut gemacht und Sheryl überzeugt mit gutem Gesang. "Lullaby for Wyatt" ist eine relativ sentimentale Ballade, die Sheryl für ihren Sohn geschrieben hat.

Fazit Detours überrascht, so oder so. Das Album klingt einerseits frisch - und doch sehr retro. Aber gerade mit diesem Retro-Bezug spielt Sheryl Crow einige Stärken aus. Ich meine damit diese folkigen bzw. die typischen Singer Songwriter Songs. Auch mit dem restlichen Material, bis auf die schwächeren Songs Out Of Our Heads und Diamond Ring, kann Sheryl Crow durchaus überzeugen.

Trackliste

  1. God Bless This Mess − 2:09
  2. Shine Over Babylon (Lyrics: Crow, Bill Bottrell; Music: Crow, Bottrell, Brian MacLeod) − 4:03
  3. Love Is Free (Crow, Bottrell) − 3:23
  4. Peace Be Upon Us (feat. Ahmed Al Hirmi) (Lyrics: Crow; Music: Crow Mike Elizondo, Bottrell, Jeff Trott) − 4:22
  5. Gasoline (Lyrics: Crow; Music: Crow, Trott, Bottrell) − 5:07
  6. Out of Our Heads (Lyrics: Bottrell, Crow; Music: Bottrell) − 4:28
  7. Detours − 3:29
  8. Now That You're Gone − 3:51
  9. Drunk with the Thought of You − 2:39
  10. Diamond Ring (Lyrics: Crow; Music: Crow, Trott) − 4:10
  11. Motivation (Crow, Bottrell) − 3:47
  12. Make It Go Away (Radiation Song) − 3:24
  13. Love Is All There Is (Lyrics: Crow; Music: Crow, Elizondo, Trott) − 4:01
  14. Lullaby for Wyatt − 4:09

Rezensent: MP

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