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Review eels - End Times

Interpret: eels

Titel: end Times

Erscheinungsjahr: 2010

Genre: Singer Songwriter, Indie-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

End Times ist das achte Studioalbum der US Band Eels. End Times erschien im Jahr 2010 und ist Teil einer Trilogie, welche mit dem 2009er Album Hombre Lobo begann, hier fortgesetzt wird und mit dem Album Tomorrow Morning enden soll.

End Times kam bei Kritikern ordentlich an, auch kommerziell lief das Album nicht schlecht. In Deutschland erreichte End Times immerhin Rang 29 der Charts.

Produziert und geschrieben wurde das Ganze vom Kopf der Band, Mark Oliver Everett. Everett wird als Misanthrop beschrieben, was sich auch in seinen Texten niederschlägt. Auch auf End Times malt er ein eher negatives Bild der Menschheit. Everett, der sich mittlerweile nur noch E nennt, beschreibt End Times als seine Reaktion auf die hoffnungslosen Zeiten, in denen wir leben. Schwerpunktmäßig geht es um Trennung und Altern.

Während E textlich, wie immer, tief- bis schwersinnig erscheint, gibt er sich musikalisch kurz angebunden. Das Album hat eine Laufzeit von nur knapp 37 Minuten. Auch die einzelnen Songs sind, bis auf On My Feet, recht kurz gehalten.

Grundsätzlich kann man feststellen, dass E. auf diesem Album einen gewaltigen Retroschub erlebt. Songs wie Gone Man, In My Younger Days, Mansions Of Los Feliz, A Line In The Dirt oder End Times versprühen ein 1960s Feel. Sehr nahe an Singer Songwritern wie Dylan oder Springsteen liegt E auf Songs wie The Beginning, Apple Trees, Little Bird, On My Feet oder dem Paradise Blues.

Wenn man auf End Times von einer Art Indie-Rock sprechen will, dann wäre es am ehesten bei Unhinged der Fall. High And Lonesome ist ein kleines vertontes Stück mit Regen- und Donnergeräuschen und jemandem, der an eine Tür klopft. Anscheinend ist es E selbst, der im nächsten Song zum Piano klagt, dass er (s)eine Mutter braucht.

Fazit Textlich gibt sich E wie immer etwas resignativ, suhlt sich manchmal aber etwas sehr im Selbstmitleid. Musikalisch greift E auf diesem Album tief in die Retro Kiste und klingt mal nach Dylan, Springsteen, Neil Young etwas Cohen, Beatles oder Simon & Garfunkel. Das ist alles nicht neu, wirkt stellenweise etwas sehr unaufregend und klingt, wohl bewusst, etwas nach Lo-Fi. Zweifellos muss man das Ergebnis auch im Kontext mit seiner gedachten Trilogie Hombre Lobo - End Times - Tomorrow Morning sehen, dennoch ist es kein überragendes Werk.

 

Trackliste

  1. The Beginning 2:16
  2. Gone Man 2:59
  3. In My Younger Days 3:25
  4. Mansions of Los Feliz 2:49
  5. A Line in the Dirt 3:30
  6. End Times 2:58
  7. Apple Trees 0:40
  8. Paradise Blues 3:03
  9. Nowadays 3:09
  10. Unhinged 2:26
  11. High and Lonesome 1:07
  12. I Need a Mother 2:39
  13. Little Bird 2:34
  14. On My Feet 6:21

Deluxe edition bonus EP

  1. And Now for the End Times 0:19
  2. Some Friend 2:42
  3. Walking Cloud 2:25
  4. $200 Tattoo 2:02
  5. The Man Who Didn't Know He'd Lost His Mind 2:36

Rezensent: MP