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Albumbesprechung Fotomaker - Fotomaker

Interpret: Fotomaker

Titel: Fotomaker

Erscheinungsjahr: 1978

Genre: Power-Pop, Westcoast-Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Fotomaker ist das selbstbetitelte Debütalbum der Band Fotomaker. Das Album erschien im Jahr 1978, kommerziell war es kein sonderlich großer Erfolg. Das ist beachtlich, zumal die Konzeption der Band auf Supergroup ausgerichtet war. Allerdings fanden Fotomaker mit ihrem doch etwas klischeebehafteten Power-Pop/AOR nicht sehr viele Fans.

Die Band Fotomaker entstand im Veröffentlichungsjahr dieses Debütalbums in Long Island. Genau genommen waren die Musiker, wenn man die Namen zugrunde legt, eher unbekannt. Allerdings wurden zwei der Bandmitglieder, Gene Cornish und Dino Danelli, im Rahmen ihrer Arbeit mit den Rascals in die Rock'n'Roll Hall Of Fame aufgenommen. Gitarrist Wally Bryson war zum Zeitpunkt der Aufnahmen auch keiner der ganz großen Namen der US-Szene. Als treibende Kräfte konnte man Lex Marchesi und Frankie Vinci bezeichnen. Beide waren ebenfalls keine sonderlich bekannten Größen in der US-Szene. Dennoch wurden Fotomaker damals als eine Art Supergroup bezeichnet. Die Karriere der Band verlief jedoch im sprichwörtlichen Sand. Nachdem die ersten beiden Alben nicht den erhofften Erfolg brachten, versuchte sich die Band mit ihrem letzten Album im Bereich Disco-Music. Das Album floppte komplett und die Band löste sich danach wohl auf.

Fazit Das Debütalbum Fotomaker ist ein relativ zeittypisches Produkt von der US-Westküste. Produktion und Songs sind ordentlich gelungen, da gibt es eigentlich nicht viel zu mäkeln. Fotomaker agierten, wie erwähnt, im weiten Feld des so genannten Power-Pop. Gewisse Ähnlichkeiten gibt es z. B. zur Band Badfinger. Allerdings klingt da auch immer eine gewisse Prise Westcoast-Rock in der Tradition der Eagles mit. Wo die Eagles etwas glatt wirken, da weist die Musik von Fotomaker durchaus Ecken und Kanten auf. Das Ganze hatte eine schöne Reibung und wirkte manchmal erfrischend rockig. Außerdem verstand es die Band, Vokalharmonien a la Eagles/Beatles/Badfiner zu präsentieren. Es ist der Mix aus Westcoast Leichtigkeit und Power-Pop/Rock, welcher hier vor allem beeindrucken kann. Die Songs sind alle gut gelungen. Gute Rocksongs wie Can I Please Have Some More und vor allem Say The Same For You können hier neben Balladen wie All There In Her Eyes oder lockeren Westcoast Songs wie Two Can Make It Work gut bestehen. Das wirkt alles stimmig. Das Debütalbum von Fotomaker ist aber leider eines jener Alben der Rockgeschichte, die etwas untergingen. Wer ordentliche Rockmusik mit einem gewissen Touch AOR bis Mainstream mag, der sollte ins Debütalbum der Band reinhören.

Trackliste

  1. Where Have You Been All My Life
  2. Can I Please Have Some More
  3. All There in Her Eyes
  4. Two Can Make It Work
  5. Other Side
  6. Say the Same for You
  7. Plaything
  8. All These Years
  9. Pain
  10. Lose at Love

Rezensent: MP