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Albumbesprechung Japandroids - Celebration Rock

Interpret: Japandroids

Titel: Celebration Rock

Erscheinungsjahr: 2012

Genre: Rock, Garagen-Rock, Indie

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Celebration Rock ist der Titel des zweiten Studioalbums der Band Japandroids. Das Album erschien im Jahr 2012 und wurde von Kritikern in der Regel sehr gut bewertet. Am Ende fand sich das Album in den meisten 2012er Listings weit oben.

Das kanadische Duo Brian King und David Prowse zelebrierte auf diesem Album sozusagen Leben und Musik ohne große Umschweife. Bezogen auf die Texte wurde Brian King nach eigenen Aussagen vor allem von Malcolm Lowry und dessen Novelle Under The Volcano inspiriert.

Musikalisch ging es der Band zunächst darum, ihre bekannt gute Livepräsenz auf einem Studioalbum einzufangen. Dazu ging die Band nach Vancouver und nahm einige Songs auf, welche sie auf einer kleinen Tour im Herbst 2011 dem Publikum vorstellte. Das funktionierte zwar, dennoch schien die Band nicht ganz zufrieden zu sein. Daher ging man für weitere Aufnahmen nach Nashville. Irgendwann kam die Idee auf, sich am Konzept des Guns'n'Roses Albums Appetite For Destruction mit den unterschiedlichen G(uns) und R(oses) Seiten zu orientieren. Die A-Seite sollte dementsprechend rauer und intensiver ausfallen, die B-Seite etwas ruhiger und eingängiger.

Gemäß Einschätzung vieler Fachleute gelang dieser Versuch sehr gut. Als Vergleiche und Einflüsse wurde daher Namen wie Springsteen, Tom Petty, The Who und The Beatles ebenso genannt wie The Replacements, Hüsker Dü oder auch Nirvana. Die Band selbst nannte als einen zentralen Einfluss das Album Live At Raji's des Dream Syndicate.

Damit hat man eigentlich schon das meiste zum Inhalt gesagt, die Japandroids bieten auf dem Album einen Mix aus Punk/Post Punk und klassischem Rock. Das beginnt mit der Dream Syndicate Hommage auf The Nights of Wine and Roses, schließt mit dem treibenden Fire's Highway an und hält den Kurs auf Evil's Sway und dem Gun Club Cover For the Love of Ivy.

Ab Adrenaline Nightshift kann man dann die Drift zum klassischen Rock feststellen. Auf Younger Us klingt das wie ein ein Mix aus Garagen-Rock und Springsteen, auf The House That Heaven Built wie ein Mix aus dem Boss und The Alarm und zum Abschluss erinnert die Band an balladeskes Post Punk Material.

Fazit Das Besondere an diesem Album ist vor allem der vielfach zitierte Mix aus Punk/Garage-Rock und Post Punk sowie klassischem Rock. So richtig innovativ ist das alles aber nicht, außerdem können die stellenweise betont fuzzy Sounds nahe der Clippinggrenze stören. Zumindest für meinen Geschmack macht das mehr kaputt, als es nützen würde. Aber das ist ein persönliches Empfinden. Was den gesetzteren Hörer wenig überrascht oder sogar stört, kann für das geneigte (junge) Publikum umso aufregender wirken.

Trackliste

  1. The Nights of Wine and Roses 4:02
  2. Fire's Highway 4:44
  3. Evil's Sway 4:27
  4. For the Love of Ivy (Jeffrey Lee Pierce, Kid Congo Powers) 4:13
  5. Adrenaline Nightshift 4:26
  6. Younger Us 3:33
  7. The House That Heaven Built 4:49
  8. Continuous Thunder 4:59

Alle Songs Japandroids sofern nicht anders vermerkt

Rezensent: MP