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CD-Kritik Janine Maunder - Blink

Interpret: Janine Maunder

Titel: Blink

Erscheinungsjahr: 2011

Genre: Folk, Alternative-Pop

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Blink ist ein Album der Musikerin Janine Maunder. Das Album soll am 30. September 2011 offiziell veröffentlicht werden. Janine Maunder ist kein allgemein bekannter Name, aber Insidern dürfte Janine Maunder als Sängerin der Band Naked Raven bekannt sein.

Maunder stieg vor knapp 10 Jahren bei der australischen Band Naked Raven ein. Dabei prägte sie als Sängerin, Pianistin und Komponistin den Sound der Band nachhaltig. Besonders in Deutschland konnte die Band mit ihrem kunstvollen Pop viele Fans finden. Dass die Band Berlin als ihre zweite Heimat betrachtet, sagt viel über ihren Bezug zu Deutschland aus.

Zur Zeit scheinen Naked Raven zu pausieren und Janine Maunder nutzte die Pause, um das vorliegende Soloalbum Blink einzuspielen. Genug Songs hatte sie nach eigenen Angaben zusammen mit dem Gitarristen Phil Butson geschrieben und die Zeit war reif, das Material im Studio einzuspielen.

Inhaltlich geht es vornehmlich um die Bobachtung von Menschen in allen Gemüts- und Lebenslagen. Dabei ist die Grundbotschaft musikalisch und durchaus positiv: leichtgewichtige Musik mit schönen Melodien und anspruchsvollen Arrangements trifft auf Aussagen wie Here I Am, I See Love, Perfect Circle und Beautiful Life.

Der Opener "Starlight" gibt die Richtung vor. Piano, Dobro, Akustikgitarre, subtile perlende E-Gitarrensounds und Streicherparts werden ergänzt durch den hellen klaren Gesang Maunders. Auf "Bad Dream" konterkariert die beschwingte Musik mit dem Countryflair den scheinbar unheilvollen Inhalt. "Three Houses" geht musikalisch in eine etwas andere Richtung, Maunder präsentiert einen Popsong mit interessanten Voicings. "Secret" klingt wie ein Mix aus Beatles-Pop und Post-Punk.

Sehr verspielt wirkt "Make Believe World", so eine Nummer könnte auch gut auf einem Kate Bush Album Platz finden. Locker und poporientiert wirkt "Perfect Circle", während "Beautiful Life" mit der dominanten Pickinggitarre an klassische Singer Songwriter erinnert. Mit "Josephine" folgt leichter und beschwingter Song, "Here I Am " wirkt textlich wie ein trotziges Statement, wobei der Song musikalisch nachdenklich und leicht melancholisch wirkt.

"Just A Thought" tendiert mit der Pickinggitarre wieder Richtung Singer Songwriter, während "I See Love" mit dem stark verhallten Pianosound getragen und balladesk klingt. Dazwischen lockert der angenehme Pop-/Countrysong "Built A Fire" das Album auf, während mit "Something out of nothing" das Album in etwas getragener Stimmung beendet wird.

Fazit Janine Maunder legt mit Blink ein facettenreiches und feines Album vor. Alle Songs wirken ungemein stimmungsvoll und schön, Maunder klingt (in positiver Weise) wie ein Mix aus Kate Bush und Edie Brickell. Musikalisch überzeugt das Album jederzeit. Maunder und Butson verstehen es hervorragend, leichtgewichtige Ideen mit anspruchsvollen Arrangements zu verbinden. Blink ist somit ein Album für alle, die anspruchsvolle Musik für die ruhigen Stunden im Leben suchen.

Trackliste

  1. Starlight 4:10
  2. Bad Dream 4:33
  3. Three Voices 4:45
  4. Secret 5:24
  5. Make Believe World 5:49
  6. Perfect Circle 4:13
  7. Beautiful Life 4:04
  8. Josephine 3:28
  9. Here I am 3:55
  10. Just a thought 5:22
  11. I see love 4:31
  12. Built a fire 4:28
  13. Something out of nothing 4:28

Rezensent: MP