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CD-Kritik Metallica - Metallica (The Black Album)

Interpret: Metallica

Titel: Metallica (The Black Album)

Erscheinungsjahr: 1991

Genre: Heavy-Metal

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Metallica (auch bekannt als The Black Album) ist das fünfte Album der Band Metallica. Das Album erschien im Jahr 1991. Nach dem überaus erfolgreichen Album And Justice For all durfte man gespannt sein, was die Band nachlegen konnte. Mit dem selbstbetitelten Album legte sie noch einmal ein Pfund drauf. Das Black Album dürfte das erfolgreichste und wohl auch beliebteste Album der Band sein.

Mit Enter Sandman, The Unforgiven und Nothing Else Matters enthält das Album die wohl bekanntesten Metallica Songs. Das Album hielt sich einige Wochen auf Rang 1 der Billboard US-Charts und verkaufte sich bis 2009 über 25 Millionen Mal. Aber wo viel Licht ist, ist bekanntlich immer auch Schatten: die alten Fans waren nicht durchgängig begeistert, denn mit dem Album läutete die Band eine deutlich Abkehr vom Thrash-Metal früher Tage ein.

Die Songs

Gleich mit dem Opener "Enter Sandman" deutet die Band den Wechsel im Sound an. Der Song ist gut gelungen, klingt aber eben auch eingängig und ist ein gutes Stück weit entfernt vom Thrash-Metal. Mit "Sad But True" legt die Band erneut Zeugnis von ihrer Thrash Abkehr ab, der Song klingt nach stampfendem klassischem Metal. Trotzdem gilt auch hier: der Song ist durchaus gut gelungen. "Holier Than Thou" knüpft erstmals an alte Thrash-Tugenden an, ohne jedoch nachhaltig überzeugen zu können.

"The Unforgiven" überrascht mit einer balladesken und melancholischen Stimmung sehr, harte Parts sind Fehlanzeige. Mit "Wherever I Roam" legt die Band wieder etwas zu, ohne jedoch in ganz harte Bereiche vorzudringen. So ähnlich geht es dann auf dem Album weiter. Relativ klassischen Heavy Metal bietet die Band mit Songs wie "Don't Tread On Me", "Through The Never", "Of Wolf And Man", "The God That Failed" und "My Friend Of Misery". Thrashiger wird es zum Schluss mit "Struggle Within", allerdings ist das nicht mehr als ein Lippenbekenntnis. Dazwischen liegt der wohl bekannteste Song der Band, "Nothing Else Matters". Mit dem Song legt die Band erneut eine fast reinrassige Ballade vor. Ein schöner Song, der mich aber an One vom Vorgängeralbum erinnert.

Fazit Mit dem Black Album von Metallica ist das so eine Sache. Zum Einen ist es unbestritten ein Meilenstein der Rockmusik, daran führt kein Weg vorbei. Es ist ein gutes Album, aber: die Abkehr vom Thrash kommt nicht nur gut. Metallica bieten vor allem mit den langsamen bzw. langsameren Titeln gute Songs an. Die beiden thrashigen Songs sind wenig bemerkenswert und stellen lediglich Lippenbekenntnisse an alte Fans dar. Die anderen härteren Songs bieten eigentlich nicht mehr und nicht weniger als klassischen Heavy-Metal. So gesehen enttäuscht das schon etwas. Aber da sind eben noch Songs wie Enter Sandman, The Unforgiven und Nothing Else Matters, denen man sich praktisch nicht entziehen kann. Die Songs haben das gewisse Etwas. Durch diese Übersongs kann sich die Band retten. Fakt ist aber auch, dass sich die Wege von Metallica und dem Thrash für lange Zeit trennen sollten.

Trackliste

  1. Enter Sandman 5:31
  2. Sad but True 5:23
  3. Holier Than Thou 3:48
  4. The Unforgiven 6:26
  5. Wherever I May Roam 6:45
  6. Don't Tread on Me 4:01
  7. Through the Never 4:03
  8. Nothing Else Matters 6:29
  9. Of Wolf and Man 4:17
  10. The God That Failed 5:05
  11. My Friend of Misery 6:51
  12. The Struggle Within 3:53

Bonus track Japan

  • So What? (Anti-Nowhere League cover) 3:09

Rezensent: MP

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