Amazon-Anzeige

Albumbesprechung Rainbow - Rising

Interpret: Rainbow

Titel: Rising

Erscheinungsjahr: 1976

Genre: Hard-Rock

Bewertung: Wertung: 9 von 10 Sternen

(9/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Rising ist das zweite Album der Band Rainbow. Es erschien im Jahr 1976. Nach dem Reinfall mit dem Debütalbum wollte Blackmore etwas gutmachen, was ihm mit dem Output gelang. Rising wird von Fans in der Regel als das beste und wichtigste Album der Band bewertet. Auch die Kritiker zeigten sich durchaus positiv beeindruckt von diesem zweiten Rainbow-Streich. Rising war kommerziell relativ erfolgreich und schaffte es in den USA auf Platz 48 und im UK auf Rang 6.

Abgesehen davon, dass er sich musikalisch vom Debüt lösen wollte, praktizierte Blackmore auf dem Album personell das, was er fortan fast auf jedem Album wiederholte: er tauschte praktisch die ganze Band aus. Nur Sänger Ronnie James Dio war vom Debütalbum dabei. Dazu holte sich Blackmore Jimmy Bain (bass), Cozy Powell (drums) und Tony Carey (key). Das Album wurde relativ schnell in München fertiggestellt und sollte, ungeachtet der kurzen Zeit, zum Besten werden, was Blackmore mit Rainbow je herausbrachte. Eines der Kernstücke des Albums ist der über 8 Minuten lange Song Stargazer, mithin einer der Klassiker der Band.

Die Songs

"Tarot Woman" beginnt mit einem schönen Keyboardintro. Danach wird es dann angenehm heavy. Die Band zeigt sich gut aufgelegt, Dio singt klasse und Blackmore scheint die Lust am Gitarrespielen zurückbekommen zu haben. "Run with the Wolf" ist ein harter, leicht bluesiger Song. Das passt wieder sehr gut. Vor allem Powell verleiht dem Song mächtig Druck. "Starstruck" startet mit einem klassischen Gitarrenriff, das an alte Deep Purple Zeiten erinnert. Der ganze Song atmet viel der alten Purple Atmosphäre, groovt lässig und ist einfach gut.

"Do You Close Your Eyes" wird von einem harten und scheppernden Gitarrenriff eröffnet. Blackmore legt einen ordentlichen Heavy-Song vor, der aber leicht abfällt. "Stargazer" ist ein Klassiker der Band. Zu Beginn trommelt sich Powell einen "Wolf", dazu setzt Blackmore wieder ein klassisches Heavy Riff ab. Careys Beiträge klingen gut und unterstreichen den symphonischen Charakter des Songs gut, die Beiträge des Münchener Symphonieorchesters machen den Sound außerdem breit und fett. "A Light in the Black" legt zum Abschluss ein paar Schippen drauf. Powell trommelt heftig drauf los, Blackmore gibt ein sparsames Trademark Riff zum Besten. Die musikalischen Dialoge Careys und Blackmores klingen spannend, das Solo von Blackmore ist bemerkenswert gut.

Fazit Der mäßige Erfolg des ersten Rainbow Albums hat Blackmore doch irgendwie auf den Boden zurückgeholt und angestachelt. Was für ein Glück, denn das Ergebnis ist Rising. Das Album hat Klasse und man muss es als einen Meilenstein der Band, der harten Musik und vielleicht sogar der Rockmusik betrachten. Die Instrumentalleistungen der Musiker sind mehr als bemerkenswert. Blackmore spielt endlich wieder gute Gitarrenparts ein, Powell ballert genial, Carey spielt schöne Keyboardlines, Jimmy Bain spielt sehr songdienliche Bassparts. Dazu glänzt Dio an den Vocals. Diese Jungs machen aus Rising ein zeitlos gutes Album des härteren Genres.

Trackliste

  1. Tarot Woman 5:58
  2. Run with the Wolf 3:48
  3. Starstruck 4:06
  4. Do You Close Your Eyes 2:58
  5. Stargazer 8:26
  6. A Light in the Black 8:12

Rezensent: MP