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Review Skum - Prašina

Interpret: Skum

Titel: Prašina

Erscheinungsjahr: 2013

Genre: Death-Metal, Thrash-Metal

Bewertung: Wertung: 9 von 10 Sternen

(9/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Prašina ist der Titel eines Albums der Death-Metal Band Skum. Das Album soll via Bret Hard/SAOL/H'art/Zebralution am 01. Februar 2013 veröffentlicht werden.

Eingespielt wurde das Album von Nikola Grgic (Gesang), Roberto Parada (Gitarre), Christian Görke (Bass) und Christoph Buchheim (Drums). Es ist, nach zwei Alben und einer Promoscheibe, das dritte Studioalbum der Band aus Köln. Bislang hat es meines Wissens für den ganz großen Erfolg noch nicht gereicht. Warum, ist mir nicht ganz klar. Denn Skum machen so ziemlich alles richtig.

Was man auf Prašina zu hören bekommt, ist zumindest kein Allerwelts-Death-Metal. Das beginnt mit dem geheimnisvollen Intro komplett im Musique Concrete, dem die volle Dröhnung folgt. "Trails" donnert bretthart los, das groovt amtlich und die Growls klingen so wie man es in dem Genre erwarten darf. Der Titeltrack "Prašina" ist etwas komplexer angelegt, hier gibt es Raum für Melodien bzw. Anleihen an klassischen Metal. Schleppend, schwer und übellaunig wird der Frühling auf "Spring Is Coming" begrüßt, während "Kolos" mit unheilvollen symphonischen Sounds eingeläutet werden. Die dauern nur kurz und werden von einem unglaublichen Turbosounds abgelöst. Grgics Mix aus Deutsch und Kroatisch wirkt in dem Gewand bedrohlich.

"Nada" ist ein Song, den Grgic komplett in seiner Muttersprache singt. Interessant ist hier die Nähe zu Rage, sowohl bezüglich der Gitarrenparts als auch des Gesangs. Obwohl die Band schon bis hier einige überraschende Momente lieferte, überrascht das Piaonointro auf "The World Turns Red" dennoch. Diesem ruhigen Intro folgt wieder knüppelharter Metal zwischen Death und klassischem Heavy-Metal. Der klassische Metal ist sowieso eine Sache, den die Band nie verleugnet. Das wird u. a. mit den klassischen Riffs auf "Blood Is On Your Hands" klar. Wieder ein Schippe Richtung Death-Metal legt die Band mit dem komplett Deutsch gesungenen "Schlachtpark" zu. Der Name ist hier durchaus Programm, wobei die Band sich auch hier immer wieder mit vergleichsweise melodischen Parts aus dem Death-Einerlei lösen kann. Ähnliches gilt für "Brandrodung", der Song geht aber insgesamt etwas flotter ab. Ein besonderes Kompliment an dieser Stelle an Drummer Buchheim. Etwas komplexer ist "Where All Life Ends" angelegt, hier lässt die Band wieder viele Einflüsse hören, bleibt aber verlässlich im Death zuhause. "Pjesma Bez Imena" beendet den Reigen und die Band legt aus meiner Sicht noch einmal eine dicke Überraschung vor. Das Instrumental verblüfft auf über 7 Minuten mit einer ganz neuen Seite lyrisch, verspielt und fast schon progressiv rockend.

Fazit Wenn man nicht zu den klassischen Death-Metal Fans gehört, dann können einem die Growls und die durchgängig donnernden Double-Bass Grooves irgendwann mal etwas auf den Keks gehen. Was für den echten Head-Banger unerlässlich ist, wird zuweilen etwas zu viel und dir wird klar, dass du nichts mit Death-Metal anfangen kannst. Dann hörst Du ein Album wie Prašina von Skum, das dich vielleicht noch zum späten Death-Metal Fan machen könnte. Was die Band präsentiert, ist ungemein abwechslungsreich. Skum lassen Thrash und klassischen Metal einfließen und scheuen sich nicht vor melodischen und fast schon harmonischen Parts, sie bleiben im Grunde aber eine Death-Metalband. Das auch noch dreisprachig, so etwas hört man nicht alle Tage.

 

Trackliste

  1. Escoria 0:51
  2. Trails 5:05
  3. Prašina 3:29
  4. Spring is Coming 3:54
  5. Kolos 3:15
  6. Nada 4:28
  7. The World Turns Red 5:10
  8. Blood Is On Our Hands 3:48
  9. Schlachtpark 2:41
  10. Brandrodung 3:22
  11. Where All Life Ends 5:25
  12. Pjesma Bez Imena 7:37

Rezensent: MP