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Albumbesprechung Creedence Clearwater Revival - Green River

Interpret: Creedence Clearwater Revival

Titel: Green River

Erscheinungsjahr: 1969

Genre: Roots-Rock, Swamp-Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Green River ist das dritte Album der Band Creedence Clearwater Revival, es erschien im Jahr 1969. Nach dem Erfolg des Vorgängeralbums Bayou Country konnte die Band mit Green River noch einmal zulegen. Das Album erhielt in den USA dreifach Platin und erreichte Rang 1 der Charts. Die Songs Bad Moon Rising und Green River kamen bis auf Rang 2 der US-Singlecharts, Commotion schaffte noch Rang 30 und Lodi Rang 52. Auch in Deutschland konnte sich die Band deutlich verbessern und erreichte mit dem Album immerhin Rang 11 der Charts.

Man kann bei Creedence Clearwater Revival kaum von irgendeinem Album sprechen, welches die oder den bekanntesten Song der Band bzw. von John Fogerty enthält. Im Grunde genommen war Fogerty von der Idee besessen, auf jedem Album so viele Hits wie möglich unterzubringen. Auf Green River hat er mit Bad Moon Rising einen seiner bekanntesten Songs überhaupt geschaffen, auch Green River und mit Abstrichen Lodi dürfte vielen Musikfans bekannt sein.

Fogerty setzte den Kurs des Vorgängers konsequent fort, er löste sich hier noch weiter von längeren Jams und wurde somit noch kompakter und radiokompatibler. Manches ist inhaltlich schwerer und dunkler, als es musikalisch erscheint. Aber die Band war eben eine lockere Rock'n'Rolltruppe, die musikalisch vor allem Spaß verbreiten wollte (was auf dem folgenden Album noch stärker zum Tragen kommen sollte).

Die Songs

  • "Green River" ist ein typischer CCR Swamp Song: knochentrocken, groovy, reduziert und enorm catchy.
  • "Commotion" klingt härter, ist aber auf seine Art wieder ein typischer CCR Songs, wenngleich der Song nicht ganz so eingängig wirkt wie Green River oder Bad Moon Rising.
  • "Tombstone Shadow" ist ein lasziver Blues mit schönem Frage − Antwort Spiel zwischen Fogertys Gesang und seinen Sololines.
  • "Wrote A Song For Everyone" ist eine wunderbare Ballade, vielleicht sogar etwas stärker als das später folgende Lodi.
  • "Bad Moon Rising" muss man kaum kommentieren. Den Song oder zumindest das Introriff sollte jedes Kind kennen.
  • "Cross-Tie Walker" klingt wie ein interessanter Mix aus Crossorads-Blues und Country.
  • "Sinister Purpose" ist der eine überraschende Song, den Fogerty immer mal wieder bereithielt: hier klingt er nach Hendrix und er überzeugt auch damit.
  • Mit einer beseelten Blues-Version von "Night Time Is The Right Time" beendet Fogerty das Album.

Fazit Na ja, man muss sich da mindestens fünf mal wiederholen: Fogerty legte mit den ersten CCR Alben bis 1970 hervorragende Alben vor, die jeder Rockfan sowieso einmal gehört haben sollte. Es ist schwer zu bemessen, welches das beste CCR-Album ist. Green River steht in jedem Fall weit oben.

Trackliste

  1. Green River 2:36
  2. Commotion 2:44
  3. Tombstone Shadow 3:39
  4. Wrote a Song for Everyone 4:57
  5. Bad Moon Rising 2:21
  6. Lodi 3:13
  7. Cross-Tie Walker 3:20
  8. Sinister Purpose 3:23
  9. The Night Time Is the Right Time (Napoleon Nappy Brown, Ozzie Cadena, Lew Herman) 3:09

Bonus Tracks 40th Anniversary Edition

  • Broken Spoke Shuffle 2:39
  • Glory Be 2:48
  • Bad Moon Rising (Live in Berlin, 16.09.1971) 2:07
  • Green River/Susie Q (Live in Stockholm, 21.09.1971) 4:28
  • Lodi (Live in Hamburg, 17.09.1971) 3:19

Rezensent: MP