Anzeige

Albumbesprechung Creedence Clearwater Revival - Willy And The Poor Boys

Interpret: Creedence Clearwater Revival

Titel: Willy And The Poor Boys

Erscheinungsjahr: 1969

Genre: Roots-Rock, Swamp-Rock

Bewertung: Wertung: 9 von 10 Sternen

(9/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Willy and the Poor Boys ist das vierte Album von Creedence Clearwater Revival, es erschien im Jahr 1969. Neben Bayou Country und Green River war es immerhin das dritte Band-Album in diesem Jahr.

Drei Alben in einem Jahr, das war eine ganze Menge. Auch wenn das Album kommerziell nicht ganz so erfolgreich war wie seine Vorgänger, muss man Rang 3 in den USA und 2-fach Platin vor dem Hintergrund des dritten Release in 1969 als überragend bezeichnen.

Bei Fans und Kritikern kam Fogerty nach wie vor sehr gut an, auch für dieses Album gab es sehr gute Kritiken. Der Rolling Stone kam sogar zum Schluss, dass es das bis dato beste Album der Band gewesen sei.

Die Songs

  • Den Beginn macht einer der vielen unsterblichen Klassiker, die uns Fogerty geschenkt hat: "Down On The Corner". Catchy, Groovy, gut.
  • "It Came Out of the Sky" kommt auch im klassischen CCR-Gewand daher, allerdings mit jeder Menge Rockabilly Feeling.
  • "Cotton Fields" ist ein Klassiker von Leadbelly, Meister Fogerty macht kurzerhand (s)einen Country-Klassiker daraus.
  • Back To The Roots geht es mit dem "Poorboy Shuffle". Hier legt Fogerty einen extrem reduzierten Song vor, der an einfachste Jug-Band Musik erinnert.
  • Vorzüglich gelungen ist der direkte Übergang vom einfachen Poorboy Shuffle in den schleppenden Swamp Blues "Feelin' Blue".
  • "Fortunate Sun" ist einer der zeitgemäßen CCR-Rocker mit typischen Zutaten. Allerdings überraschte Fogerty hier mit relativ konkreter Zeitkritik.
  • "Don't Look Now" ist ein weiterer Song mit klarer 50s Rockabilly Note, auch hier würde ich eine gewisse verbrämte kritische Note unterstellen
  • "The Midnight Special" ist ein viel gespielter Traditional der USA. Aus meiner Sicht ist es da nicht so einfach, noch eine ordentliche Version vorzulegen. Fogerty gelingt das mit einer schönen Mixtur aus Gospel und Swamp bis Country.
  • Wunderbar lasziv groovig wirkt der instrumentale Shuffle auf "Side O' The Road". Der Song erinnert an Themen von Booker T und seinen MGs.
  • "Efigy" ist der überragende Abschluss eines überragenden Albums. Es ist wieder so ein besonderer Song, der irgendwie anders als die Vorgänger-Songs klingt. Hier wirkt das wie ein melancholischer und etwas psychedelischer Singer Songwritersong.

Fazit Fogerty legte mit CCR von 1968 bis 1970 in nur drei Jahren fünf (je nach Ansicht sechs) überragende Alben vor. Welches das beste davon ist, ist schwer zu sagen, da entscheidet der persönliche Geschmack. Bei mir liegt Willy And The Poor Boys ganz oben, es ist das Juwel, das noch heller als andere leuchtet.

Trackliste

  1. Down on the Corner 2:46
  2. It Came Out of the Sky 2:53
  3. Cotton Fields (Huddie Ledbetter aka Leadbelly) 2:56
  4. Poorboy Shuffle 2:25
  5. Feelin' Blue 5:06
  6. Fortunate Son 2:19
  7. Don't Look Now 2:11
  8. The Midnight Special (Trad.) 4:13
  9. Side o' the Road 3:24
  10. Effigy 6:26

Bonus Tracks 40th Anniversary Edition

  • Fortunate Son (Live in Manchester, 01.09.1971) 2:15
  • It Came Out of the Sky (Live in Berlin, 16.09.1971) 3:27
  • Down on the Corner (Jam mit Booker T. & the M.G.'s 1970) 2:48

Rezensent: MP