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CD-Kritik Rory Gallagher - Jinx

Interpret: Rory Gallagher

Titel: Jinx

Erscheinungsjahr: 1982

Genre: Rock, Blues-Rock

Bewertung: Wertung: 5 von 10 Sternen

(5/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Jinx war das neunte Studioalbum von Rory Gallagher. Es erschien im Jahr 1982.

Das Album erschien in einer Phase, in der sich Rory mit Studioalben sehr rar machte. So gesehen war diese Zeit für Rory-Fans Magerkost, immerhin konnten sie auch damals darauf bauen, dass Rory Live relativ zuverlässig ablieferte. Mit Jinx legte er ein Album vor, welches sich scheinbar vom härteren Rock der späten 70er abwandte und in stärkerem Maß dem klassischen RockíníRoll und Blues zuwandte. Zumindest sahen das viele Kritiker so und dafür bekam er auch recht gute Bewertungen. Kommerziell blieb ansonsten alles beim Alten: die Umsätze waren durchwachsen.

Die Songs

  • Big Guns hängt sich m. E. schon noch an den Sound der Vorgänger. Der Songs rockt gut und vergleichsweise hart.
  • Bourbon ist der nächste Track, der scheinbar nur eines will: losrocken. Und das in einem für Rory vergleichsweise dichten Arrangement.
  • Double Vision tendiert mit einem klassischen Gallagher Single-Note Riff Richtung Southern-Rock. Ebenfalls ein Song, der gut auf ein Album der späten 70er gepasst hätte.
  • The Devil Made Me Do It erzeugt mit einer Rock'n'Roll bis Rockabilly Note eine Art Pub-Rock Feeling.
  • Signals fällt komplett aus dem Rahmen. Rory hatte auch auf den Vorgängeralben immer mal wieder sehr eingängige Soft-Rock Songs geschrieben. Signals allerdings geht da einfach zu weit, das touchiert den Pop und wirkt an sich ungemein spröde.
  • Jinxed überrascht mit einer schönen Desert-Rock Attitüde, die gibt es auch im balladesken Gewand mit stärkeren Country-Anleihen auf Easy Come Easy Go.
  • Ride On Red, Ride On ist einer der wilderen Gallagher Bluesnummern mit mächtigen Slidewänden. Auch wenn das nichts Neues ist, kann man sich dem Druck nicht entziehen.
  • Loose Talk schließt das Album etwas unbefriedigend ab, zumindest wirkt der Song auch mich so, als wäre er nicht komplett durchkomponiert.

Fazit Jinx ist ein durch und durch bemerkenswertes Album. Da gibt es eigentlich ein paar heiße Gallagher Eisen (Big Guns, Bourbon, Ride On Red), die auf Anhieb mitreißen. Dazu gibt es ordentliche Gallagher Standardkost (Double Vision, The Devil Made Me Do It, Jinxed) und zwei schwache Nummern (Loose Talk, Signals). Grundsätzlich könnte man damit dann auch zufrieden sein, allerdings ist Jinx für mich so ein Album, welches bei mehrmaligem Anhören nicht besser wird, ganz im Gegenteil. Mag sein, dass Jinx für andere Gallagher Fans fast schon eine Offenbarung ist. Mir gefällt es nicht.

Trackliste

  1. Big Guns 3:28
  2. Bourbon 3:54
  3. Double Vision 4:51
  4. The Devil Made Me Do It 2:54
  5. Hell Cat 5:04
  6. Signals 4:37
  7. Jinxed 5:01
  8. Easy Come Easy Go 5:07
  9. Ride On Red, Ride On 4:19
  10. Loose Talk 3:52

Remaster CD

  1. Big Guns 3:34
  2. Bourbon 4:06
  3. Double Vision 5:07
  4. The Devil Made Me Do It 2:54
  5. Signals 4:46
  6. Jinxed 5:03
  7. Easy Come Easy Go 5:48
  8. Nothin' But The Devil 3:12
  9. Ride On Red, Ride On 4:36
  10. Lonely Mile 4:40
  11. Loose Talk 4:08

Rezensent: MP