Anzeige

CD-Kritik Godiva - Call Me Under 666

Interpret: Godiva

Titel: Call Me Under 666

Erscheinungsjahr: 2005

Genre: Heavy-Metal, Power-Metal

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Call me Under 666 ist das zweite Album der Schweizer Heavy Metal Band Godiva. Das Album erschien im Jahr 2005. Godiva nahm das Album bei Stuttgart im House Of Music auf. Das wirkte sich durchaus positiv auf den Sound aus, denn Achim Köhler ist ein sehr angesehener Produzent im Heavy Metal Bereich. Während der Aufnahmen verließ Stammsänger Anthony De Angelis die Band. Er wurde durch kFernando Garcia (ex-Victory) ersetzt. Obwohl De Angelis ein recht guter Sänger ist, machte sich der Wechsel positiv bemerkbar. Mit Call Me Under 666 legte die Band ein Album vor, welches bei Fans und Kritikern gut ankam. Auch in den USA nahm man erstmals Notiz von den Schweizer Heavy-Musikern.

Die Songs

"Headache Machine" eröffnet das Album instrumental und etwas mystisch. Danach geht es mit dem Titel "Hellraiser" zur Sache. Das ist perfekter Power-Metal mit durchgängigem Double Bassdrum Gewitter. Die Gitarrenriffs passen, Garcia singt sehr gut. Mit dem Titelsong "Call Me Under 666" schaltet die Band einen Gang zurück, auch wenn die Bassdrums wieder stakkato losdonnern. Der Song wird mit sphärischen Parts immer wieder schön aufgelockert."My Fate" beginnt mit einem fetten und ultratiefen Gitarrenriff. Ein wenig erinnert mich das manchmal an die alten Krokus. "When Lightning Strikes" langt tempomäßig wieder etwas stärker hin. Dazu gibt es immer wieder schöne Twin-Leads. Stilistisch liegt das aus meiner Sicht nahe am klassischen Teutonen-Metal.

"Only Heaven Knows" ist ein grooviger Song mit überraschenden Tempowechseln. Stellenweise klingt das sehr bissig und leicht thrashig. "The Flight Of The Dragon" ist die erste reinrassige Ballade. Natürlich kann der Song nicht mehr total überraschen. Dafür liegen zu viele Jahre Heavy Metal hinter uns. Aber die Band präsentiert einen schönen Song mit guten Dynamikwechseln. "Maneater" legt wieder zu und überrascht mit einem interessanten und ausgefeilten Arrangement. "Proud to Be A Beast" ist der erste Titel, der nicht so gut funktioniert. Irgendwie klingen die Parts sonderbar zusammengestückelt. Auf "Soulkiller" gibt die Band dafür noch mal alles. Der Uptempo Song wird tight gespielt und besitzt schöne Gitarrenparts. Der Schlusstrack "Free My Soul" beendet das Album balladesk. Als Bonus gibt es auf dem Album ist noch einen Multimedia-Track zum Song When Lightning Strikes.

Fazit 2005 liegen mittlerweile Jahrzehnte Heavy Metal hinter uns. Das Genre hat uns unfassbar viele Alben geschenkt. Technisch gab es da wenige Ausfälle, die Bands seit den 1980ern waren in der Regel technisch alle gut. Aber technisch gut und originell sind natürlich zwei paar Schuhe. Bei der Masse an Referenzmaterial können selbst gute Bands langweilen. Godiva enttäuschen mit dem Album, zumindest für meinen Geschmack, nicht. Das klingt durchaus frisch, die Songs sind fast alle gut gelungen. Technisch spielt die Band auf Augenhöhe mit anderen Topbands des Genres. Dazu kommt Garcia, der nach wie vor ein guter Heavy Sänger ist. Ein gutes Album - nicht besonders originell, aber doch über weite Strecken unterhaltsam.

Trackliste

  1. Headache Machine (Instrumental) 0:36
  2. Hellraiser 4:34
  3. Call Me Under 666 4:58
  4. My Fate 4:44
  5. When Lightning Strikes 5:41
  6. Only Heaven Knows 3:42
  7. The Flight of the Dragon 7:03
  8. Maneater 4:00
  9. Proud to Be a Beast 3:24
  10. Soulkiller 4:37
  11. Free My Soul 6:41
  12. When Lightning Strikes (Multimedia Track) 5:36

Rezensent: MP

Anzeige