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CD-Kritik: Herbert Grönemeyer - Chaos

Interpret: Herbert Grönemeyer

Titel: Chaos

Erscheinungsjahr: 1993

Genre: Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Chaos ist das neunte Studioalbum von Herbert Grönemeyer. Es erschien im Jahr 1993. Das Album kam bei Fans und Kritikern gut an und bot wieder einmal typischen Rock a la Grönemeyer. Insgesamt war das Album vielleicht das bis dato gitarrenlastigste und rockigste Album von Grönemeyer. Kommerziell knüpfte Chaos an die Verkaufszahlen von Luxus an und bestätigte damit einen gewissen Abwärtstrend. In Österreich verpasste Grönemeyer erstmals seit Bochum Rang 1 der Charts.

Die Songs

"Chaos" beginnt mit synthetischen Drums und lässt Schlimmes befürchten. Umso erfreuter vernimmt man mit Einsetzen natürlicher Drums einen guten Rocksong. "Die Härte" ist musikalisch durchaus die Härte. Ein schräges Bläserintro wird von einem wuchtigen Ska übernommen. Das macht Spaß und groovt gut. "Land Unter" ist eine Ballade mit synthetischen Drums und viel Synthies. Das ist nicht meins, so etwas hat Grönemeyer schon besser präsentiert. Der treibende Rocksong "Fisch Im Netz" legt wieder zu, auch "Keine Garantie" geht gut ab. Der Song beginnt mit einem schönen Gitarrenintro und stampft bluesrockig los.

"Grönland" beginnt atmosphärisch und überzeugt über die gesamte Länge durch die gelungene Instrumentierung. Allerdings ist es kein Song, der sich dem Mainstream schnell erschließt. "Ich Geb' Nichts Mehr" klingt direkter und rockiger und "Morgenrot" überzeugt wieder mit tollen Gitarrensounds. Der Song selbst ist ein eher langsamer, aber grooviger Rocksong. Mit "Kein Verlust" gibt es die typische Grönemeyer Ballade. "Die Welle" beendet das Album rockig, sehr rockig. Nach einem starken Gitarrenintro geht der Song als Boogierock angenehm flott ab.

Fazit Chaos ist ein Album, das mich persönlich überrascht. Grönemeyer klang zuvor selten so rockig und gitarrenlastig. Auch wenn die ganz großen Hits fehlen, überzeugt Chaos als kompaktes Rockalbum. Möglicherweise können sich klassische Grönemeyer Fans mit dem Album etwas schwerer tun, aber für Freunde guter deutschsprachiger Rockmusik ist das Album allemal empfehlenswert.

Trackliste

  1. Chaos 4.47
  2. Die Härte 3.39
  3. Land Unter 4.55
  4. Fisch Im Netz 4.23
  5. Keine Garantie 5.23
  6. Grönland 6.53
  7. Ich Geb' Nichts Mehr 4.25
  8. Morgenrot 3.49
  9. Kein Verlust 3.49
  10. Die Welle 4.52

Rezensent: MP