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CD-Kritik Elton John - The One

Interpret: Elton John

Titel: The One

Erscheinungsjahr: 1992

Genre: Mainstream-Pop, Rock

Bewertung: Wertung: 4 von 10 Sternen

(4/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

The One ist das 23. Album von Elton John. The One erschien im Jahr 1992, in einer recht schwierigen Phase für Elton John. Es lief nicht mehr rund. John wurde kurz zuvor aus einer Suchtklinik entlassen. Dennoch konnte Elton John mit The One überraschenderweise an den Erfolg des Vorgängeralbums Too Low For Zero anknüpfen. The One lief chartmäßig zumindest ganz gut und verkaufte sich gut. Musikalisch gehört es der Mainstream-Pop Phase des Meisters an. Dementsprechend wurde das Album von Kritikern auch eher zurückhaltend bewertet.

Die Songs

"Simple Life" wurde erfolgreich ausgekoppelt. Der Song ist typisch für Johns damalige Phase, es handelt sich um einen Mainstream Pop Song mit zeitgemäßer Instrumentierung. "The One" klingt eher nach dem klassischen Elton John, während "Sweat it Out" wieder ein zeitgemäßes Arrangement mit Sample-Drums, modernen Keyboard Sounds und dergleichen mehr besitzt. So etwas beherrschten andere Bands zu der Zeit besser. "Runaway Train" ist ein netter Song, den John zusammen mit Eric Clapton einspielte. Der Song erinnert mich sehr an Manhattan von Leonard Cohen. "Whitewash County " verbreitet mit den Country Elementen ein lockeres und und unverbindlich fröhliches Feeling.

"The North" ist eine klassische John-Nummer in modernem Gewand, die aber irgendwie überproduziert klingt. "When a Woman Doesn't Want You" besitzt wieder Bezug zu klassischen John-Songs, dieses mal mit einem leichten Gospeleinschlag. Aber wieder wirkt der Song etwas überproduziert. "Emily" ist ein eingängiger, aber auch ziemlich harmloser Song. "On Dark Street" ist ein Popsong mit gospeligem bis motown-souligem Hintergrund. "Understanding Women" basiert praktisch komplett auf Samplesounds. Vom Song bleibt praktisch nichts hängen, außer der Erinnerung an die künstlichen Sounds. "The Last Song" ist eine gelungene Pianoballade, aber die gute Grundstruktur wird durch schwülstige Keyboardsounds unnötig zerstört.

Fazit The One hinterlässt bei mir einen schalen Beigeschmack. Elton John ist und bleibt ein guter Songwriter und Musiker. Aber hier driftet er mit dieser, für seine Verhältnisse, künstlichen und überproduzierten Instrumentierung in den Bereich des belanglosen Pop ab. Das braucht ein Elton John eigentlich nicht, es verwässert seine Qualitäten unnötig.

Trackliste

  1. Simple Life 6:25
  2. The One 5:53
  3. Sweat it Out 6:38
  4. Runaway Train 5:23 (Duett mit Eric Clapton)
  5. Whitewash County 5:30
  6. The North 5:15
  7. When a Woman Doesn't Want You 4:55
  8. Emily 4:58
  9. On Dark Street 4:43
  10. Understanding Women 5:03
  11. The Last Song 3:21

Rezensent: MP

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