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Albumbesprechung No Dice - No Dice

Interpret: No Dice

Titel: No Dice

Erscheinungsjahr: 1977/1978

Genre: Rock, Pub-Rock

Bewertung: Wertung: 8 von 10 Sternen

(8/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

No Dice ist das selbstbetitelte Debüt-Album der Band No Dice. Das Album erschien im Jahr 1977, eingespielt wurde es in der Besetzung Gary Strange (bass), David "Dzal bzw. Deezal" Martin (guitar), Roger "Peaches" Ferris (vocals) und Chris "Kitty" Wyles (drums). Das spätere Bandmitglied Dave "Munch" Moore spielte hier noch als Gastmusiker die Keyboards ein, die Harmonica auf Silly Girl spielte S.T.E.V.I.E Smith.

Die Band konnte vor allem mit dem Song "Why Sugar" ein gutes Radio-Airplay erzielen, meines Wissens gelang der Band mit dem Song sogar der Einzug in die UK-Charts. Über diesen Song wurde die Band dann in der Regel auch stark definiert. Das hörte sich nach den Stones an, auch der Titel ließ diesen Vergleich spontan zu. Dabei klang die Band aber etwas aufregender als die Stones und versprühte immer ein gewisse Pub-Rock Feeling. Das wäre eigentlich eine durchaus erfolgversprechende Sache gewesen, denn der reduzierte Pub-Rock hatte in der Punkphase durchaus gute Chancen.

Aber die Band wollte wohl mehr als nur ein Stones-Klon sein. Auf dem Album (in dem Fall beziehe ich mich auf die US-Pressung von 1978) legte die Band in bester Pub-Rock Manier mit besagtem "Why Sugar" los. Auch "Foolin" und "Down n'Dry" rockten herzhaft los. Etwas an Härte legte die Band mit "Silly Girl" ab, viel Country Flair gab es mit "Crystal Clear".

Schon mit "Happy In The Skoolyard" zeigte die Band, dass sie etwas mehr zeigen wollte. Das klang vor allem in den Strophen stark nach R&B der Marke Stretch. Mit "Spacey Romance" folgte ein lockerer Rocksong mit Anleihen an Pub-Rockbands, allerdings auch mit Synthie-Einwürfen, wie man sie eher aus dem Bereich Art-/Prog Rock kannte. Mit "Salt In The Wound" folgte eine vorzüglich arrangierte Ballade. Für eine Pub-Rock Band klang das fast schon symphonisch und leicht schwülstig. Einen Mix von allem servierte die Band mit dem abschließenden "Someone Else's Gold". Ein amtlicher Pub-Rocksong, allerdings mit einem sehr ambitionierten Arrangement.

Fazit No Dice gehören zu einem der Phänomene des UK-Rock der Punkphase. Die Band hatte alles, was man als gute Rockband braucht: einen glänzenden Songwriter Gary Strange, den überragenden Shouter Peaches Ferris, den abgezockten Gitarristen Deezal Martin und einen erdig groovenden Drummer Wyles. Im Grund war das alles natürlich nicht gerade neu, aber es rockte schlicht und ergreifend überzeugend. Bezogen auf die US-Pressung war die Zusammenstellung für meinen Geschmack sogar vorzüglich.

Trackliste

US-Pressung 1978

  1. Why Sugar 3:52
  2. Crystal Clear 3:51
  3. Foolin' 3:21
  4. Silly Girl 3:45
  5. Down n' Dry3:55
  6. Happy In The Skoolyard 4:24
  7. Spacey Romance 3:47
  8. Salt In The Wound 5:39
  9. Someone Else's Gold 5:08

UK/Europa Pressung 1977

  1. Why Sugar 3:51
  2. Happy in the Skoolyard 4:24
  3. You Can't Help Yourself 2:55
  4. People That Make the Music 5:01
  5. Fooling 3:25
  6. So why I 2:55
  7. Murder in the Rain 5:42
  8. Silly Girl 3:36
  9. Counting on a Good Sign 4:36
  10. Down and Dry 4:03
  11. Shadows 5:11

Rezensent: MP