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Albumbesprechung Ozzy Osbourne - No Rest For the Wicked

Interpret: Ozzy Osbourne

Titel: No Rest For the Wicked

Erscheinungsjahr: 1988

Genre: Heavy Metal

Bewertung: Wertung: 7 von 10 Sternen

(7/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

No Rest for the Wicked ist das fünfte Studioalbum von Ozzy Osbourne. Das Album erschien im Jahr 1988 und lief ganz gut. Schon im Dezember 1989 gab es in den USA Gold und bis heute hat sich das Album dort über 2 Mio. mal verkauft. No Rest For The Wicked schaffte es immerhin bis auf Rang 13 der Billboard 200. Es ist das erste Album mit Zakk Wylde an der Gitarre, was sich im Sound bemerkbar macht. Neben Ozzy und Zakk sind Bob Daisley am Bass und Randy Castillo an den Drums mit dabei.

Von der Kritik wurde das Album unterschiedlich beurteilt. Der Rolling Stone verriss das Album damals übel, andere Kritiker kamen aber zu wohlwollenderen Bewertungen.

Die Songs

"Miracle Man" handelt von der Geschichte des bekannten Reverend Swaggart, der 1988 u. a. wegen eines Prostitutionsskandals in die Schlagzeilen geriet. Der Song rumpelt ultrahart daher und wird von den brachialen Gitarrenriffs und dem beeindruckenden Solo Zakk Wyldes bestimmt. "Devil's Daughter (Holy War)" ist insgesamt etwas verhaltener, hat aber dennoch eine gesunde Härte und viel der alten Black Sabbath Chuzpe. Der Break im Mittelteil ist nicht ganz so gelungen, dafür entschädigt der folgende Solopart von Wylde. "Crazy Babies" ist ein schwer groovender und etwas tiefergelegter Hard-Rock. Das klingt sehr klassisch, driftet aber leider auch immer wieder Richtung Hair Metal. "Breakin' All the Rules" könnte von Judas Priest oder Access stammen. Damit ist die Richtung auch klar: klassischer und zeitloser Metal. "Bloodbath in Paradise" handelt wohl vom Massenmörder Charles Manson, so ganz geklärt ist das aber nicht. Nach verspieltem Intro geht es auch hier in klassischer Heavy Riffing Manier treibend voran.

"Fire in the Sky" beginnt verhalten, mit großflächigem Keyboardeinsatz. Neben kurzen harten Riffs liegt der Song eher im balladesken Bereich. Nur im Refrain und Solopart wird ein härteres Riff bemüht. "Tattooed Dancer" gibt wieder heftig Gas. Das zentrale Gitarrenriff wirkt treibend und gibt dem Song mehr Tempo als die Drums, die irgendwie untergehen. "Demon Alcohol" beschreibt die Gefahren des Alkoholgenusses. Der Song ist relativ eingängig gestaltet und tendiert Richtung Hair Metal. "Hero" war im Original wohl ein Hiddentrack, wurde in der 2002er Reissue aber offiziell gelistet. Der Song klingt, bei allen harten Momenten, relativ eingängig.

Fazit Bei No Rest For The Wicked gehen die Meinungen etwas auseinander. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar. Da ist einmal der Sound, der vor allem durch Zakk Wyldes brachiales Spiel relativ derb und hart ist. Andererseits wildert Osbourne immer wieder vernehmlich im Glam-Metal/Hair-Metal Revier. Darüber kann man dann auch geteilter Meinung sein. Der zuvor angesprochene neue Gitarrist Wylde polarisiert ebenfalls. Seinen Stil mag nicht jeder, viele werfen ihm ideenloses Spiel im abgegrasten Pentatonikbereich vor. Aber damit wird man ihm nicht gerecht. Der Mann ist mit allen Wassern gewaschen. Was er anbietet, ist aus meiner Sicht eine mehr als amtliche Heavygitarre. Die Riffs sind fett und grooven gut, die Soli sind bemerkenswert. Im Prinzip bestimmt er mit Bob Daisleys fetten Basslinien den Drive des Albums, da die Drums irgendwie nicht sehr präsent wirken. Nicht zuletzt wegen der Leistungen der beiden und des relativ ordentlichen Ozzy Gesangs ist No Rest For The Wicked ein gutes Album.

Trackliste

  1. Miracle Man (Osbourne, Wylde, Daisley) 3:43
  2. Devil's Daughter (Holy War) 5:14
  3. Crazy Babies (Osbourne, Wylde, Daisley, Castillo) 4:14
  4. Breakin' All the Rules 5:14
  5. Bloodbath in Paradise 5:02
  6. Fire in the Sky 6:24
  7. Tattooed Dancer (Osbourne, Wylde, Daisley) 3:23
  8. Demon Alcohol (Osbourne, Wylde, Daisley, Castillo) 4:27
  9. Hero 4:45 (ursprünglich ein Hiddentrack)

2002 Bonus Track

  1. The Liar (Osbourne, Wylde, Daisley, Sinclair) 4:29
  2. Miracle Man (live) (Osbourne, Wylde, Daisley) 3:47

Rezensent: MP

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