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CD-Kritik Patti Smith/Patti Smith Group - Horses

Interpret: Patti Smith/Patti Smith Group

Titel: Horses

Erscheinungsjahr: 1975

Genre: Rock, Indie, Punkrock

Bewertung: Wertung: 9 von 10 Sternen

(9/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Horses ist das Debütalbum der US-amerikanischen Musikerin und Literatin Patti Smith. Es erschien im Jahr 1975 und stellt einen Meilenstein der modernen Rockmusik dar, da es als eine Art Blaupause für die Punkszene in New York diente.

Zum Zeitpunkt der Aufnahmen hatte sich Patti Smith mit ihrer Band einen guten Ruf innerhalb der Szene New Yorks erspielt. Smith adaptierte die klassische Rockmusik der späten 1960er mit einem etwas rauerem Habitus in die Neuzeit und bildete so eine Speerspitze der Punkszene in New York.

Das Album wird, wie eingangs erwähnt, von vielen Fachleuten als Meilenstein der Rockmusik gewertet. Von vielen Fachblättern wurde es in die Liste der wichtigsten Alben aufgenommen und rangiert dort in der Regel in höheren Gefilden. Das Album hat viele bekannte Künstler aus Pop und Rock nachhaltig inspiriert. Kommerziell war das Album im Erscheinungsjahr allerdings nicht sehr erfolgreich, es erreichte als höchste Platzierung im Jahr 1976 Rang 47 der US-Billboard Charts.

Die Songs

Gloria: In Excelsis Deo/Gloria (version) stellt eine Coverversion des Van Morrison Klassikers dar. Patti Smith drückt diesem Song ihren besonderen eher launigen Stempel auf. Redondo Beach ist ein Song mit Reggae- und Karibiktouch, eine Art Rock'n'Roll auf Reggae. Birdland ist etwas dünn instrumentiert, besitzt aber dennoch einen guten Ausdruck. Free Money klingt wie ein US-Singer Songwriter Song im Stil von Springsteen. Auch der Song klingt kräftig und überzeugend, die Drums verleihen dem Song eine einzigartige Wirkung und einen gewaltigen Drive.

Kimberly atmet eine Prise Velvet Underground, Break It Up ist eine schöne rockige Nummer mit Singer Songwriter Anteilen, der Refrain klingt new-wavig. Land Horses/Land of a Thousand Dances/La Mer (De) beginnt mit einer Art Vortrag von Smith, danach entwickelt sich ein spannender Indie-Rocksong mit vielen guten Ideen. Der Song Elegie ist eine elegische Pianoballade, die unter die Haut geht. My Generation dagegen ist eine rotzige und punkige Version des Who Klassikers.

Fazit Patti Smith legte schon mit ihrem Debütalbum Horses einen Meilenstein vor, sie gab mit ihrer Band schon 1975 einen Vorgeschmack auf Punk und New Wave. Das klang damals außergewöhnlich. Am ehesten beschreibbar ist das als eine Art Fortsetzung des alten Velvet Underground Sounds, was wohl durch die Mitarbeit John Cales kommt. Horses ist ein Album, das jeder Rockfan einmal gehört haben sollte.

Trackliste

  1. Gloria: In Excelsis Deo / Gloria (version) (Patti Smith, Van Morrison) 5:57
  2. Redondo Beach (Smith, Richard Sohl, Lenny Kaye) 3:26
  3. Birdland (Smith, Sohl, Kaye, Ivan Kral) 9:15
  4. Free Money (Smith, Kaye) 3:52
  5. Kimberly (Smith, Allen Lanier, Kral) 4:27
  6. Break It Up (Smith, Tom Verlaine) 4:04
  7. Land: Horses / Land of a Thousand Dances / La Mer (De) (Smith, Chris Kenner) 9:25
  8. Elegie (Smith, Lanier) 2:57
  9. My Generation (Bonus track Live) (Pete Townshend) 3:16

Rezensent: MP

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