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Albumbesprechung Tesla - Mechanical Resonance

Interpret: Tesla

Titel: Mechanical Resonance

Erscheinungsjahr: 1986

Genre: Hard-Rock, Heavy-Metal

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Mechanical Resonance ist das Debütalbum der US-Band Tesla. Das Album erschien im Jahr 1986 und war kommerziell recht erfolgreich. In den USA erhielt die Band Platin und erreichte Rang 32 der Charts. Im UK reichte es sogar für Rang 15 der Charts. Mittlerweile zählt man das Album zu den wichtigen Metal Alben der 1980er bzw. der Hair-Metal Phase.

Hair-Metal ist das Schlagwort, welches man in der Regel auch mit diesem Album der Band Tesla verbindet. Hair-Metal war eine melodiöse und eher einfach gestrickte Variante des Metal mit guten Anleihen im Glamrock der frühen 1970er. Typischerweise sahen die Musiker alle ähnlich aus: wild auftoupiertes Haar und dazu enge Hosen (meiste Spandex), welche zu einer hohen Gesangslage anregten. Tesla wurden damals zu der Szene gezählt. Das stimmt grundsätzlich schon, aber fairerweise muss man sagen, dass sich Tesla doch etwas von der Szene abhoben. Die Jungs sahen nicht ganz so künstlich aus, die Roots lagen klar im Blues bzw. härteren bluesorientierten Hardrock der frühen 1970er. Mechanical Resonance war, wie eingangs erwähnt, das erste Album der Band und sie legte damit den Grundstein für einige gute Erfolge. Interessanterweise waren Tesla später einer der Auslöser für den Unplugged Boom der 90er Jahre.

Fazit Tesla unterschieden sich angenehm von der damaligen Hairmetal-Szene. Die Band verzichtete auf allzu großes Posing, es gab praktisch keinen Primus inter Pares in der Band. Weder Sänger Jeff Keith noch die Gitarristen Frank Hannon und Tommy Skeoch wurden namentlich so bekannt wie andere Musiker des Metal. Die Band funktionierte vielleicht gerade wegen fehlender Superstars besonders gut. Keith war ein guter Sänger mit einer guten Performance und einem eigenen Stil. Hannon und Skeoch arbeiteten gut und songdienlich, sie waren einfache und gute Gitarrenarbeiter. Das merkt man der gesamten Produktion an. Natürlich muss man auch Mechanical Resonance dem Hair-/Poser Metal zuordnen. Aber hier spielt es sehr weit oben mit, es ist vielleicht sogar eines der besten Alben des Genres. Warum? Weil Tesla einfache, aber ehrliche Arbeiter waren. Da schwingt jederzeit eine Menge klassisches 1970s Hard-Rock Flair mit, dafür aber wenig der etwas aufgesetzten Poserattitüde. Das ist zwar nicht außergewöhnlich, aber in der damaligen Phase wirkte das fast schon erfrischend. Wenn man sich für Heavy-Metal interessiert, sollte man sich Tesla zumindest einmal anhören. Und Mechanical Resonance ist ein guter Einstieg in die Materie.

Trackliste

  1. EZ Come EZ Go (Frank Hannon, Jeff Keith, Troy Luccketta, Tommy Skeoch, Brian Wheat) 3:32
  2. Cumin' Atcha Live (Hannon, Keith, Wheat) 4:25
  3. Gettin' Better (Hannon, Keith) 3:20
  4. 2 Late 4 Love (Hannon, Keith, Luccketta, Skeoch, Wheat) 3:50
  5. Rock Me to the Top (Keith, Skeoch)3:38
  6. We're No Good Together (Hannon, Keith, Luccketta) 5:15
  7. Modern Day Cowboy (Hannon, Keith, Skeoch)5:19
  8. Changes (Hannon, Keith, Luccketta, Skeoch, Wheat)5:02
  9. Little Suzi (Jim Diamond, Tony Hymas)4:55
  10. Love Me (Hannon, Keith, Wheat)4:15
  11. Cover Queen (Hannon, Keith)4:32
  12. Before My Eyes (Hannon, Keith, Luccketta, Skeoch)5:25

Rezensent: MP