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Albumbesprechung Wilco - Yankee Hotel Foxtrot

Interpret: Wilco

Titel: Yankee Hotel Foxtrot

Erscheinungsjahr: 2002

Genre: Pop, Alternative Rock

Bewertung: Wertung: 6 von 10 Sternen

(6/10 - Rezensionen: 1)

 

Rezension/Review

Yankee Hotel Foxtrot ist ein Album der Band Wilco. Das Album erschien im Jahr 2002 offiziell und wurde ein großer Erfolg. Es gilt als kommerziell erfolgreichstes Album der Band. Auch die Kritiken zum Album fielen in der Regel sehr gut aus.

Wilco wurde als Alternative Country Band bekannt. Unter dem Namen Wilco sind die Musiker seit 1994 unterwegs. Mit dem vorliegenden Album legte die Band einen Teil ihrer Country-Roots ab. Die Anteile an traditionellem Country und US-Singer Songwriter Rock flossen in subtilerer Form ein, dafür wurden die Anteile an Alternative-Rock erhöht. Es wurde berichtet, dass sich nach dem Release des Albums viele alte Fans von der Band abwandten. Dafür konnte die Band aber viele neue Fans gewinnen und auch die Kritiker liebten die Band für diese Art Musik umso mehr.

Die Geschichte des Albums ist interessant. Angeblich wollte die Plattenfirma von Wilco ein Album im alten Stil. Die Band soll sich dem verweigert haben, worauf die Plattenfirma das Album nicht veröffentlichte. Wilco nutzten das Internet als Verbreitungsmedium. Das kam bei Indie Fans gut an, die Aktion wurde als Erfolg gegen die übermächtige Plattenindustrie gefeiert. Etwas pikant ist allerdings, dass Wilco das Album danach auf einem Unterlabel ihres Stammlabels aufnahmen. Kritische Zeitgenossen vermuteten hinter der ganzen Aktion nur eine gut gemachte Marketingkampagne.

Musikalisch bietet die Band auf dem Album einen Querschnitt über Americana, Rock, Country, 60er Jahre Sounds und Alternative Rock. Dazu streut die Band immer wieder elektronischen Sounds ein. Das war es eigentlich schon oder auch nicht, denn manchmal wirkt das etwas sprunghaft. Das klingt dann einfach mal nach klassischen US Singer-Songwritern, plötzlich tauchen elektronische Sounds auf, welche durchaus mal an die Pioniere der elektronischen Musik erinnern. Plötzlich kommen Wilco musikalisch wie Steely Dan daher, um sich dann elegant den Beatles zu nähern. Die Band streut dann wieder eine experimentelle Nummer ein - und so weiter und so fort.

Fazit Das ist alles schon sehr zeitgemäß und durchaus gelungen, was Wilco auf Yankee Hotel Foxrot anbieten. Trotzdem hinterlässt das Album auch einen zwiespältigen Eindruck. Irgendwie ist das weder Fisch noch Fleisch, es ist aber auch eine Krux. Es gibt keinerlei Grund, dieses Album übermäßig zu kritisieren. Aber ein Loblied will einem auch nicht einfallen. Sonderbar.

Trackliste

  1. I Am Trying to Break Your Heart (Tweedy) 6:57
  2. Kamera 3:29
  3. Radio Cure 5:08
  4. War on War 3:47
  5. Jesus, Etc. 3:50
  6. Ashes of American Flags 4:43
  7. Heavy Metal Drummer (Tweedy) 3:08
  8. I'm the Man Who Loves You 3:55
  9. Pot Kettle Black 4:00
  10. Poor Places 5:15
  11. Reservations (Tweedy) 7:22

Rezensent: MP